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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.10.2017
Lesedauer
2 Minuten
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Georgina Chapman (Marchesa) lässt sich nach Weinstein-Skandal scheiden

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
11.10.2017

Der Skandal um den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein bricht nicht ab und weitet sich auf die Modebranche aus. Weinsteins Ehefrau, die britische Designerin Georgina Chapman, will sich nun von ihm trennen.

Keren Craig und Georgina Chapman von Marchesa bei der NYFW Frühjahr/Sommer 18 - © PixelFormula


Die Designerin, die 2004 gemeinsam mit Keren Craig das Label Marchesa ins Leben rief, erklärte am Dienstagabend: "Mein Herz leidet mit all den Frauen, die aufgrund dieser unverzeihlichen Taten unermesslichen Schmerz erleiden mussten".

Chapman steht auch beruflich unter beachtlichem Druck, da ihr romantisch ausgerichtetes Label vor wenigen Tagen an der Bridal Week teilnahm und im vergangenen Monat die Frühjahr-/Sommerkollektion 2018 während der New York Fashion Week präsentierte.

Die Designerin und der Hollywood-Produzent heirateten vor zehn Jahren und sie haben zwei gemeinsame Kinder. Chapman erklärte der Zeitschrift "People": "Ich habe mich dafür entschlossen, meinen Mann zu verlassen. Meine erste Priorität ist es nun, mich um meine Kinder zu kümmern und ich möchte die Medien darum bitten, in dieser Zeit unsere Privatsphäre zu respektieren."

Anfänglich unterstützte sie ihren Ehemann, wobei Weinstein erklärte, sie hätten "ausführlich" über die Anschuldigungen gesprochen und sie "unterstütze ihn zu 100 Prozent".

Weinstein stritt die Vorwürfe ab, doch nachdem sich zahlreiche andere Frauen ebenfalls über sexuelle Belästigungen beklagten und eine Reihe berühmter Persönlichkeiten aus ganz Hollywood sein Verhalten verurteilte, wurde er von seinem nach ihm benannten Filmstudio gefeuert. Seine Anwälte ließen in US-Zeitschriften verlauten, dass "Herr Weinstein jegliche Anschuldigungen nicht einvernehmlicher sexueller Beziehungen entschieden zurückweist".

Kurz vor der Ankündigung der Trennung erntete eine andere berühmte Designerin, Donna Karan, mit ihren Äußerungen zum Thema heftige Kritik. Sie sagte: "Ich frage mich auch, wie wir uns selbst darstellen? Wie zeigen wir uns als Frauen? Wonach fragen wir? Fordern wir das durch die Darbietung dieser Sinnlichkeit und Sexualität heraus?"

Später entschuldigte sich Karan und erklärte, die inoffiziellen Kommentare, die sie neben dem roten Teppich abgab, widerspiegeln weder "was ich fühle noch was ich glaube". Doch Boykott-Aufrufe für ihre Produkte ebben nicht ab.

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