Geox präsentiert Umsatzplan für 1 Mrd. Euro in 2016

Geox ist nach wie vor in den ersten neun Monaten des Jahres in den Miesen. Das Unternehmen hat am 15. November eine neue Strategie 2014-16 vorgestellt. Bis zum 30. September 2013 hat Geox einen Nettoverlust von 8,4 Mio. Euro gegenüber einem Gewinn von 36 Mio. im Vorjahr verzeichnet.

Dieses Ergebnis „unterliegt den schwierigen und andauernden wirtschaftlichen Bedingungen, die besonders die für das Unternehmen wichtigen europäischen Mittelmeerländer betrifft“, erläutert die venezianische Marke in einer Mitteilung. „2013 wird ein Jahr des Übergangs“, so lautet es weiter.
Geschäft von Geox in Verona

In den ersten neun Monaten ist der Umsatz außerdem um 11,9 Prozent auf 618,1 Mio. Euro gefallen. Besonders die Margen sind in diesem Zeitraum gesunken, das Ebit um 4,3 Mio. Euro. Das Ebitda liegt wiederum nur noch bei 31 Mio. und damit um 65 Prozent unter dem Vorjahreswert der ersten neuen Monate von 88,3 Mio Euro.

„Im vergangenen Jahr ist Geox – in einem auf dem italienischen und europäischen Markt schwierigen Umfeld – bedeutende Veränderungen angegangen, die uns erlauben werden, für die Zukunft bereit zu sein. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche unserer Tätigkeiten und wollen die Komplexität unseres Unternehmen reduzieren, um bessere Margen und Finanzmittel ab dem ersten Jahr des Strategieplans zu erreichen“, betont die Gruppe in dem Dokument zum Plan 2014-16.

Der Plan sieht ein jährliches Wachstum von 9 Prozent (2013/2016) vor und peilt einen Umsatz von 805 Mio. Euro ab 2014 und knapp 1 Mrd (985 Mio.) in 2016 an. Auch die Rentabilität soll verbessert werden: Das Ebidta soll 2016 rund 110 Mio. Euro erreichen.

Durch eine Neustrukturierung des Unternehmens auf allen möchte die Gruppe neu durchstarten und an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen. Im Sommer wurden im Zuge der Neuausrichtung Kündigungen signalisiert. Letztlich werden 71 Personen von insgesamt 560 betroffen sein, davon 44 Kündigungen und 27 Arbeitszeit- und Gehaltskürzungen.
Geox will auf Produkt und Innovation setzen

Der Firmenchef Mario Moretti Polegato sieht in dem Plan die Verbesserung von Prozessen vor, um Kosten zu reduzieren, sowie eine Reduzierung des Angebots (Schuhe und Bekleidung), Entwicklung neuer Produkte und die Umsetzung neuer Projekte mit dem Ziel, die Supply Chain effizienter zu gestalten und die Produktpreise zu senken.

Das Unternehmen möchte sich vor allem auf Produkt und Innovation konzentrieren. Auch die Vertriebswege Wholesale, Retail und Online sollen jeder auf seine Weise wachsen.

Geox möchte außerdem in drei Jahren jeweils rund 40 Mio. Euro in die Entwicklung und Erhaltung des Filialnetzes investieren. Im September 2013 zählte die Marke 1.270 Monomarken-Shops, 434 betreibt davon betreibt sie selbst. Innerhalb der nächsten drei Jahre möchte sie 81 Verkaufspunkte schließen und 96 in 2014, 82 in 2015 und 76 in 2016 eröffnen. Damit wird sie 2016 über knapp 1.500 Filialen verfügen.

Die Gruppe möchte auf den etablierten Märkten wachsen und das weltweite Angebot ausgleichen, indem sie sich in Märkten mit großem Wachstumspotential wie China, Hongkong, Nord- und Osteuropa weiter entwickelt, da ihre bisherige Präsenz dort noch gering ist.

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