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Veröffentlicht am
05.05.2020
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Gerry Weber streicht wegen Corona-Krise 200 weitere Arbeitsplätze

Von
DPA
Veröffentlicht am
05.05.2020

Der angeschlagene Mode-Hersteller Gerry Weber wird wegen der durch die Corona-Krise verursachten Absatzprobleme mehr als 200 weitere der zuletzt noch rund 3000 Arbeitsplätze abbauen. "Leider ist der Schritt unabdingbar, wenn wir die verbleibenden Arbeitsplätze erhalten wollen", sagte Gerry Weber-Chef Alexander Gedat am Mittwoch.

Foto: Gerry Weber


Die vorübergehende Schließung nahezu aller Verkaufsflächen des Unternehmens im Zuge der Corona-Pandemie habe bei Gerry Weber zu einem Umsatzausfall von deutlich mehr als 100 Millionen Euro geführt, berichtete das Unternehmen.

Der seit langem mit wirtschaftlichen Problemen kämpfende Modehersteller hatte erst zum Jahreswechsel das im April vergangenen Jahres eröffnete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hinter sich gelassen. Im Zuge der Sanierungsbemühungen waren nicht nur mehr als hundert Filialen geschlossen sondern auch bereits rund 1000 Arbeitsplätze abgebaut worden. Doch reichten die damals eingeleiteten Maßnahmen angesichts der Corona-Pandemie offenbar nicht aus.

Das Unternehmen habe deshalb in den vergangenen Wochen mit Hochdruck ein neues Zukunftskonzept erarbeitet. "Im Kontext aller Maßnahmen, die wir aktuell ergreifen, um Gerry Weber zu retten, ist die erneute Reduzierung der Belegschaft die mit Abstand bitterste, und es fällt uns unglaublich schwer, diesen Schritt zu gehen", betonte Gedat. Doch verlange das Konzept auch von allen anderen Beteiligten schmerzhafte Beiträge zur Bewältigung der Krise.

So seien mit Geschäftspartnern und Lieferanten Verträge neuverhandelt worden, mit dem Ziel, die Liquidität des Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus hätten die Eigentümer von Gerry Weber, die Finanzinvestoren Robus, Whitebox und J.P. Morgan, zugesagt, erhebliche finanzielle Beiträge zur Sicherstellung des Betriebs zu leisten. Ein Großteil der Insolvenzgläubiger soll außerdem einen Teil seiner Forderungen stunden. Der Konzern hofft, mit dem neuen Zukunftskonzept seine Restrukturierung erfolgreich fortsetzen zu können.

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