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Giambattista Vallis außerordentliche Frauen

Veröffentlicht am
today 01.10.2019
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Es gibt viele gute Damenschneider, es gibt gute Hintermänner, so manche Möchtegern-Kreativdirektoren und eine ganze Armee von Merchandisern – und dann gibt es die wahren Designer.

Giambattista Valli - Frühjahr/Sommer 2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Viele fühlen sich zur Mode berufen, doch nur wenige werden dazu auserwählt. Zu letzteren zählt zweifellos Giambattista Valli, der am Montag in Paris eine seiner entspanntesten Prêt-à-porter-Kollektionen enthüllte. Mit seinem Anspruch, Kleider für "außerordentliche Frauen" zu entwerfen, wählte Valli einen vorzüglichen Ausgangspunkt für eine Saison, in der die Rückkehr der damenhaften Eleganz in der Mode eingeläutet wurde.

Sein Moodboard setzte sich aus breiten Palette künstlerischer Grande Dames zusammen, von Peggy Guggenheim über Gloria Vanderbilt bis hin zu Louise Nevelson und Giovanna Battaglia Engelbert.

Das Ergebnis war eine erfrischende, verspieltere Vision des traditionellen Stils von Giambattista Valli, was der Kollektion zuträglich war.

Elegante rosafarbene Chiffon-Röckchen mit Kurtisanen-Ärmeln und winzigen Schlaufen, perfekt geschnittene weiße Stadtmäntel mit aufgestickten schmiedeeisernen Blumen, verführerische Mini-Spitzenkleider mit Bauschärmeln und unzählige hervorragende Négligée-Looks. Die Valli-Frau legt ihre sittsame Haltung ab und zeigt sich in einem lasziveren Rahmen und streift sich für Rendezvous gar einen Häkel-BH über.

Giambattista Valli - Frühjahr/Sommer 2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Darüber hinaus besteht kein Zweifel, dass das Label mit der finanziellen Unterstützung von Artémis sein Produktangebot erweitert. Die Familienholding von François Pinault übernahm vor Kurzem eine Minderheitsbeteiligung am Modehaus.

Großartige neue Plattform-Sandalen mit Art Deco-Muster und Marmorierungen, raffinierte Söckchen mit Blumenprint, bezaubernde blumige Keramikarmbänder und vor allem eine fabelhafte Auswahl an Umhänge- und Handtaschen mit Blumen und Insignien. Präsentiert wurden die Entwürfe zu viel Applaus im dritten Stock des Kunstgewerbemuseums des Louvre.

"Es ist ein Ausdruck der Wertschätzung für bestimmte außerordentliche Frauen. Außerhalb der vorhandenen Schemata. Einige mögen sagen, das sei exzentrisch, ich sehe es als neugierig und offen und mühelos an", so der gebürtige Römer.