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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.10.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Glenn Martens: "Die jungen Designer sprechen alle über Nachhaltigkeit"

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.10.2022

Für Glenn Martens neigt sich ein intensives Jahr dem Ende zu. Seit 2014 steht er an der Spitze des Labels Y/Project, eine der angesagtesten Marken der Paris Fashion Week. Er ist zudem Kreativdirektor der Jeansmarke Diesel, die er seit 2021 erfolgreich wieder ins modische Rampenlicht geführt hat. Im vergangenen Januar gestaltete der begabte und erfindungsreiche belgische Designer des Weiteren eine Haute Couture-Kollektion für das Haus Jean Paul Gaultier, die an der Haute Couture-Woche in Paris gefeiert wurde. Und last, but not least, war er vom 13. bis 16. Oktober beim Modefestival von Hyères Jurypräsident in der Kategorie Mode. FashionNetwork.com nutzte diese Gelegenheit, um mit Glenn Martens über seine zahlreichen Tätigkeiten und Projekte zu sprechen.


Glenn Martens, Kreativdirektor von Y/Project und Diesel - DR


FashionNetwork.com: Wie bringen Sie alle Ihre Aufgaben unter einen Hut?

Glenn Martens: Natürlich brachte die neue Aufgabe bei Diesel große Veränderungen mit sich. Ich arbeite jeweils von Montag bis Mittwoch bei der italienischen Marke. Ich treffe um 8 Uhr im Studio im venezianischen Breganze ein und verlasse es gegen 22 Uhr wieder. Alles ist sehr gut organisiert, millimetergenau, meine Fahrten, meine Treffen usw. Ich muss mich nicht mehr um alle die praktischen Aspekte kümmern. Aber das ist auch notwendig. Am Donnerstag und Freitag bin ich dann wieder in Paris und widme mich Y/Project.

FNW: Aber wie gelingt es Ihnen, diese beiden Rollen parallel zu führen?

GM: Es sind zwei grundverschiedene Welten, sowohl hinsichtlich der kreativen Aspekte, aber auch des Zielpublikums. Ich liebe es, bei Diesel Jeans und T-Shirts zu verkaufen und bei Y/Project auf konzeptuellere Art vorzugehen. Der Schlüssel ist die Teamarbeit. Das ist das Wichtigste. Ich arbeite mit zwei getrennten Teams, damit mich die unterschiedlichen Vorgehensweisen bei den beiden Marken nicht durcheinanderbringen. Und dann mache ich mir im Zug unheimlich viele Notizen!

FNW: Wie leiten Sie Ihre beiden Teams?

GM: Bei Diesel kann man sich das wie ein Orchester vorstellen, und ich habe eher die Rolle eines Dirigenten. Bei Y/Project kann ich mich auf ein 25-köpfiges Team stützen, und wir kennen uns sehr gut. Ich habe da ein großes Glück, wir sind wie eine Familie. Wir haben schon immer wie ein Clan funktioniert. Sie sind auch alle nach Hyères gekommen und wir werden den Abend gemeinsam verbringen. Dieses Jahr habe ich neun Kollektionen gemacht. Selbstverständlich konnte ich nicht alle diese Silhouetten alleine zeichnen. Meine Mitarbeitenden mussten mehr Verantwortung übernehmen.

FNW: Der Jeansstoff bleibt jedoch der gemeinsame Nenner der beiden Marken?

GM: Ja, das stimmt, mit Y/Project haben wir schon immer mit Denim gearbeitet. Es handelt sich um einen Stoff, der sich gut eignet für die Struktur. Man kann ihm eine Form geben. Ich liebe es, Modelle anzufertigen, und das geht mit Denim hervorragend. Doch verfolge ich bei den beiden Marken einen ganz unterschiedlichen Ansatz.
 
FNW: Können Sie das ausführen?

GM: Bei Diesel bin ich stärker am Stoff. Es bleibt zweidimensional. Ich plastifiziere, besticke, arbeite an der Oberflächenbeschaffenheit. Es gibt unzählige Arten, Denim zu verarbeiten. Ich befasse mich viel mit der Suche nach den richtigen Stoffen und deren kreativen Möglichkeiten. Ich nehme Diesel mit auf eine große Reise. Dann wird das Produkt industrialisiert. Sie haben da große Teams. Bei meiner Ankunft sagte mir Renzo Roso (Anm. d. Red.: Gründer und Präsident der Diesel-Mutter OTB), dass hier bei ihm die Denim-Universität sei. Und das stimmt, sie haben ein unglaubliches Know-how.

"Y/Project eröffnet im November den allerersten Corner-Store "


 
FNW: Wie entwickelt sich Y/Project?

GM: Sehr gut. Wir verspürten während der Coronapandemie und den Lockdowns eine unglaubliche Dynamik, und entwickelten uns sehr intensiv. Während sich die meisten Marken auf einfache Produkte konzentrierten, haben wir weiterhin auf Kreativität gesetzt. Die Leute haben sich die Zeit genommen, uns zu entdecken. Es ist eine Marke, bei der es Zeit braucht, um sie zu verstehen. Aktuell arbeiten wir intensiv an den Accessoires.

FNW: Werden Sie eigene Läden eröffnen?

GM: Wir stehen heute bei 150 Multibrand-Stores weltweit im Angebot. Die Idee ist es, zunächst mit Corner-Stores zu beginnen. Im November eröffnet Y/Project den allerersten Corner-Store in Südkorea, in Seoul.

FNW: Was ist Ihnen bei den jungen Finalisten am Modefestival von Hyères besonders aufgefallen?

GM: Die jungen Designer sprechen alle über Nachhaltigkeit. Es ist beeindruckend. Ihr Engagement ist außergewöhnlich. Das ist Teil ihrer Sprache, das ist ganz natürlich für sie. Das habe ich mit 20 nicht getan. Sie entwerfen tolle Dinge, doch denken sie dabei wirklich auch an die Umwelt und unsere Zukunft.

FNW: Verfolgen Sie selbst auch einen nachhaltigen Ansatz?

GM: Als ich bei Diesel anfing, befassten wir uns zunächst mit der Zulieferkette. Bis heute haben wir 40 Prozent der Denim-Artikel überarbeitet, um die Auswirkungen ihrer Herstellung auf die Umwelt möglichst zu schmälern, etwa durch Bio- und Recycling-Fasern. Aber auch die Verwendung von Wasser und Chemikalien wurde reduziert. Mit Y/Project haben wir 2020 die umweltfreundliche Linie Evergreen eingeführt, die heute 20 Prozent unserer Kollektion ausmacht. Doch wir können nicht alles aufs Mal ändern. Wir versuchen, nach und nach immer mehr nachhaltige Elemente hinzuzufügen.

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