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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.11.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Google arbeitet mit Stella McCartney und Textile Exchange an nachhaltiger Beschaffung

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.11.2021

​Google will die Modebranche in ihrem Nachhaltigkeitsbestreben unterstützen. Das Unternehmen arbeitet mit Stella McCartney, The Textile Exchange und WWF an der Entwicklung des Global Fibre Impact Explorer (GFIE) zur Ermittlung der Umweltauswirkungen verschiedener Beschaffungsoptionen.

 


Das Unternehmen arbeitete mit Stella McCartney zusammen, um "die Bedürfnisse der Branche zu ermitteln und die Plattform zu testen". Auch andere Unternehmen, darunter Adidas, Allbirds, H&M und VF Corporation wurden vor der Veröffentlichung des Tools zu Rate gezogen. Nun werden andere interessierte Marken und Händler eingeladen, sich zu registrieren.

Das Tool soll den Marken dabei helfen, die Umweltauswirkungen der von ihnen gewählten Rohstoffe zu verstehen. Dadurch will es Google den Marken ermöglichen, umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen.

In einem Blogbeitrag erklärte der Onlineriese, die Modebranche sei "einer der größten Faktoren in der globalen Klima- und Umweltkrise" und produziere bis zu 8 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, viele davon bei der Herstellung der Rohstoffe.

Doch bei der Beschaffung dieser Rohstoffe haben Marken oft "keine oder eine sehr geringe Visibilität" hinsichtlich der damit verbundenen Umweltauswirkungen. Deshalb hat das Google in den vergangenen zwei Jahren an der Entwicklung eines Tools gearbeitet, "das den Unternehmen die erforderlichen Daten liefert, um verantwortungsvollere Beschaffungsentscheidungen zu treffen".

Die erste Version des GFIE-Tools stützt sich auf Google Earth Engine und verwendet Google Cloud Computing, um die Umweltrisiken verschiedener Fasern zu ermitteln, gemessen an den Aspekten Luftverschmutzung, Biodiversität, Klima und Treibhausgase, Waldwirtschaft und Wassernutzung.

Laut Google soll das Tool die "Identifizierung von Umweltrisiken für über 20 Faserarten – einschließlich Natur-, Cellulose- und Kunstfasern" erleichtern. Weiter unterstützt es die Marken mit zielgerichteten und regionsspezifischen Empfehlungen zur Risikominderung.

Im Rahmen der Partnerschaft mit Stella McCartney verwendete das Modehaus das Tool parallel zu den bereits eingeführten Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Google erklärte, die Marke habe "Baumwolllieferanten in der Türkei ausmachen können, die steigenden Wasser- und Klimarisiken ausgesetzt waren. Das bestätigt die Notwendigkeit, in regionale Anbaugemeinschaften zu investieren, die auf regenerative Verfahren, Wasserwirtschaft und Regeneration der Böden achten".

Die Idee für GFIE entstand durch die Zusammenarbeit zwischen Google und WWF. Ziel sei es, bestehende Tools zu ergänzen, die sich auf die Branchenauswirkungen und Risikoanalysen konzentrieren.

Nach Abschluss der ersten Entwicklungsphase übergeben Google und der WWF das GFIE-Tool nun an die gemeinnützige Gruppe Textile Exchange. Die Gruppe setzt sich in der Branche für eine schnellere Umstellung auf umweltfreundliche Fasern ein. Textile Exchange wird das Tool weiterentwickeln und neue Marken an Bord holen. Die branchenweite Markteinführung ist für 2022 geplant.

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