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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
23.11.2022
Lesedauer
5 Minuten
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Gucci bestätigt die Trennung von Alessandro Michele

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
23.11.2022

Die Flitterwochen sind für Gucci und Alessandro Michele definitiv vorbei. Der Designer verlässt das italienische Luxushaus, wie die Kering-Gruppe, die Eigentümerin der italienischen Marke, in einer Pressemitteilung bekannt gab.

"Es gibt Momente, in denen sich die Wege aufgrund der unterschiedlichen Perspektiven, die jeder von uns haben kann, trennen. Heute endet für mich eine außergewöhnliche Reise, die mehr als zwanzig Jahre gedauert hat, in einem Unternehmen, dem ich unermüdlich meine Liebe und kreative Leidenschaft gewidmet habe. In dieser langen Zeit war Gucci mein Zuhause, meine Adoptivfamilie. Dieser erweiterten Familie, all den Menschen, die sich um sie gekümmert und sie unterstützt haben, gilt mein aufrichtiger Dank und ich umarme sie aus tiefstem Herzen", erklärte der Kreativdirektor in der Mitteilung, welche die Kering-Gruppe am späten Mittwoch verschickte.


Alessandro Michele bei der letzten Gucci-Show im September - © PixelFormula


"Ich hatte das Glück, Alessandro Ende 2014 kennenzulernen. Seitdem hatten wir das Vergnügen, eng zusammenzuarbeiten, während Gucci in den letzten acht Jahren den Weg zum Erfolg bahnte", sagte Marco Bizzarri, CEO von Gucci. "Ich möchte ihm für sein zwanzigjähriges Engagement bei Gucci danken, sowie für seine Vision, seine Hingabe und seine bedingungslose Liebe als Creative Director für dieses außergewöhnliche Haus."

Bereits seit einiger Zeit stand die Frage im Raum, ob der römische Designer seinen Posten behalten würde, da sich die Verkaufszahlen seit Anfang des Jahres deutlich verlangsamt hatten. Für das Unternehmen von François-Henri Pinault, das stark von seiner Hauptmarke abhängig ist, war dies ein Problem, das schnell gelöst werden musste. Der Chef des französischen Luxusgüterriesen lobte jedoch die Arbeit des italienischen Designers: "Der Weg, den Gucci und Alessandro in den letzten Jahren gemeinsam zurückgelegt haben, ist einzigartig und wird als außergewöhnlicher Moment in der Geschichte des Hauses in Erinnerung bleiben. Ich bin Alessandro dankbar, dass er sich auf so persönliche Weise in dieses Abenteuer eingebracht hat. Seine Leidenschaft, seine Vorstellungskraft, seine Phantasie und seine Kultur haben dazu beigetragen, Gucci wieder an die Spitze zu bringen, wo es hingehört. Ich wünsche ihm alles Gute für seinen weiteren kreativen Weg". 

Kering und Gucci erklärten, dass das Kreativstudio der Marke bis zur Bekanntgabe einer neuen Organisation interimistisch die kreative Leitung des Hauses übernehmen werde.

Gucci, das Zugpferd der Kering-Gruppe, erzielte im Jahr 2021 mit 9,73 Milliarden Euro einen Umsatzanstieg von 31%, und trug damit mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes und drei Viertel des Betriebsergebnisses bei. Im dritten Quartal verzeichnete die Marke ein organisches Wachstum von 9% gegenüber +4% im zweiten Quartal (ausgewiesen +18%). In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres verbesserte sich der Umsatz um 8 Prozent auf 7,75 Milliarden Euro. Bei der Veröffentlichung dieser Ergebnisse im Oktober hatte die Unternehmensleitung unisono erklärt, dass der Aufschwung im Gange sei, dass es sich aber um eine mittel- bis langfristige Strategie handele. Offenbar hat sich Kering nun für einen radikalen Wandel entschieden.
 
Mit der Ankunft von Alessandro Michele und CEO Marco Bizzarri im Jahr 2015 erlebte das Modehaus zunächst eine spektakuläre Entwicklung bis 2019, als der Wachstumstrend aufgrund der Corona-Pandemie und Guccis starker Ausrichtung auf China einbrach. Die Baisse scheint sich seit Jahresbeginn jedoch zu verstärken, während andere Luxushäuser Rekordzuwächse verzeichnen.

Mit seinem eklektischen und überbordenden Stil vermischte der Designer Stilrichtungen und Einflüsse zwischen ausgefallenen und klassischeren Entwürfen. So gelang es Michele, der Geschichte des an Dynamik verlierenden Hauses neues Leben einzuhauchen und eine große Begeisterung rund um die Marke zu entfachen. Parallel zum umgehenden Erfolg entwickelte Gucci ein einzigartiges und unverwechselbares Markenuniversum, das sich von Saison zu Saison durch Micheles einzigartigen Stil verfeinerte.

Die Begeisterung für diese besondere Ästhetik, die von Saison zu Saison erneuert wurde, scheint jedoch seit einem Jahr nachzulassen und scheint heute weniger attraktiv zu sein.
 
Luca Solca des Analystenhauses Bernstein bezeichnet den Rücktritt denn auch als "sehr gute Nachricht", obwohl er sich auf den Aktienkurs von Kering an der Börse auswirken dürfte. Doch ist Solca der Ansicht, dass "Gucci unter einem gewissen Überdruss leidet, denn Alessandro Michele wiederholt seit sieben Jahren immer dasselbe". Dies habe die Kunden, die seit seiner Ankunft die Produkte des Labels massenweise kauften – hauptsächlich in China – schließlich ermüdet. "Das ist kaum überraschend. Um erneut an Fahrt zu gewinnen, muss Gucci ein neues kreatives Kapitel aufschlagen. Was – sehr wahrscheinlich – nur mit einer neuen kreativen Energie und einem neuen Talent möglich ist.", so Solca.
 

Alessandro Micheles letzte Show mit Zwillingsthema war ein großer Erfolg - © PixelFormula


Derselben Meinung sind auch die Analysten von RBC. "Nach sieben Jahren an der Spitze des kreativen Motors von Gucci könnte es Zeit für einen Wandel sein. Die institutionellen Investoren scheinen dahingehend übereinzustimmen, dass es für den Relaunch der Marke einen neuen Ansatz braucht", erklären sie. Und weiter: "Insgesamt könnte die Idee eines kreativen Richtungswechsels bei Gucci positiv aufgefasst werden".
 
Seit mehreren Monaten sind bei Gucci bedeutende Personalbewegungen zu verzeichnen, insbesondere im Frühjahr mit der Ernennung von Laurent Cathala an die Spitze des Modegeschäfts im Großraum China, und von Maria Cristina Lomanto zur Executive Vice President der Marke. Benjamin Cercio wurde soeben zum Leiter der globalen Kommunikation berufen, während Robert Triefus zum Generaldirektor von Gucci Vault und Metaverse Ventures befördert wurde.
 
Vor allem wurde die neue Funktion des Studio Director eingerichtet, die im Sommer einem nicht namentlich erwähnten leitenden Designer von Gucci anvertraut wurde. Aufgabe der/s Studio Directors ist es, die Design-Teams zu überwachen, um den Kreativdirektor zu unterstützen. Die Funktion könnte sich in den kommenden Monaten beim Übergang zum neuen Kreativchef oder gar bei der Übernahme der kreativen Verantwortung für die Marke als strategisch erweisen. Diese Entwicklung wurde bereits bei der Kering-Tochter Bottega Veneta beobachtet, als Matthieu Blazy kurzfristig für Daniel Lee einsprang, als dieser vor knapp einem Jahr entlassen wurde. Oder auch bei Gucci, als Michele, der seit 2002 für das Haus tätig und ab 2011 die rechte Hand von Frida Giannini war, plötzlich an die Spitze der kreativen Abteilung katapultiert wurde.

Durch die Öffnung der Marke hin zu einer genderfluiden und inklusiven Mode hat Alessandro Michele in den letzten Jahren vor allem zur Verjüngung der Kundschaft beigetragen. Ausgebildet an der Accademia di Costume e di Moda in Rom, begann der 50-jährige Designer bei Les Copains, wo er sich früh auf Accessoires konzentrierte. Ende der 1990er Jahre wechselte er zu Fendi, wo er in der gleichen Produktkategorie mit Karl Lagerfeld zusammenarbeitete, der zu dieser Zeit die Damenkollektionen entwarf. Im Jahr 2002 holte ihn Tom Ford zu Gucci, wo er ebenfalls im Bereich Accessoires tätig war und sich zum stellvertretenden Kreativdirektor an der Seite von Frida Giannini hocharbeitete. Darüber hinaus übernahm er die Position des Kreativdirektors des Porzellanherstellers Ginori, der 2013 von Kering aufgekauft wurde.

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