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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
13.09.2019
Lesedauer
3 Minuten
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Gucci jetzt CO2-neutral

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
13.09.2019

Früher war es so, dass in der Mode der Trend ausschlaggebend war. Heute kaufen Verbraucher ein Label aber nicht nur wegen des Produkts, das es anbietet, oder nur aufgrund des Prestiges einer Marke. Tatsächlich zählen heutzutage andere Themen, wie Authentizität, Ethik und die überaus wichtige Nachhaltigkeit. Es ist daher ein großer Schritt für Gucci – das Luxuslabel kündigte an, nun klimaneutral zu sein.

Gucci - Herbs/Winter 2019 - Womenswear - Mailand - © PixelFormula


"Aufbauend auf langjährigen Bemühungen zur Reduzierung der Umweltauswirkungen und zur Förderung positiver Veränderungen, gibt Gucci bekannt, dass es alle verbleibenden Treibhausgasemissionen (THG) jährlich aus seinen eigenen Betrieben und der gesamten Lieferkette durch vier äußerst wichtige Projekte kompensiert, die den Schutz der Wälder weltweit unterstützen. Als beispielloses Bekenntnis zur Führungsrolle in Sachen Nachhaltigkeit in den Bereichen Luxus und Mode ist die Lieferkette von Gucci CO2-neutral geworden."

Das Unternehmen hat seine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie in den letzten Jahren "operativ in das Unternehmen verankert" und diesen jüngsten Schritt "in dem Bewusstsein unternommen, dass angesichts der dringenden Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen [jetzt] zusätzliches Handeln erfoderlich ist".

In dieser Hinsicht greift Gucci einen wichtigen Trend auf, denn auch Verbraucher, die sich vielleicht weniger politisch engagieren, erwarten dennoch von Unternehmen, deren Produkte sie kaufen, dass sie so viel wie möglich in Bezug auf zentrale Kernthemen unternehmen.

Neben der Kompensation des CO2-Fußabdrucks durch die Unterstützung von Projekten umfassen die weiteren Maßnahmen des Unternehmens eine Reihe von Initiativen zu umweltfreundlichen Alternativen und nachhaltigen Materialien, nachhaltiger Beschaffung und Produktionseffizienz, um seine Auswirkungen in der gesamten Lieferkette zu vermeiden und zu reduzieren.

Gucci erhöht den Einsatz erneuerbarer Energien in den Betrieben, Läden, Büros und Lagern von derzeit 70 % auf 100 % bis zum nächsten Jahr. Durch diesen Wandel wurde bereits 2018 eine Reduktion von rund 45.800 Tonnen CO2 erreicht.

Das Label arbeitet auch daran, Materialverschwendung und Wasserverbrauch zu reduzieren, mehr zu recyceln, Technologien zur Reduzierung der Auswirkungen einzusetzen, sich mehr auf organische Fasern oder nachhaltige Materialien wie Econyl zu konzentrieren, und vieles mehr.
 
Als Teil eines umfassenden Ansatzes zur Berücksichtigung aller mit seinen Geschäftsaktivitäten verbundenen Treibhausgasemissionen sagte Gucci, dass es "eine Hierarchie von Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Kompensation seiner Treibhausgasemissionen implementiert hat. Auf diese Weise wird ein neuer Weg zur Klimaneutralität eingeschlagen, der die Notwendigkeit unterstreicht, dass die Unternehmen für alle Emissionen in ihren Lieferketten verantwortlich und rechenschaftspflichtig sind."

Das Unternehmen sagte auch, dass Transparenz wichtig sei und es werde weiterhin seine vollen Umweltauswirkungen durch seine jährliche "Environmental Profit and Loss" (EP&L)-Bilanz messen und überwachen.

Wie bei allen Luxusmodekonzernen ist die Lieferkette für den Großteil ihrer Emissionen (rund 90 %) verantwortlich. Hier habe man "erhebliche Fortschritte im Einklang mit den Zielen und dem neuen klimaneutralen Ansatz gemacht".

"Eine neue Ära der unternehmerischen Verantwortung steht bevor, und wir müssen sorgfältig alle Schritte unternehmen, um unsere Auswirkungen zu minimieren, einschließlich Transparenz und Verantwortung für unsere Treibhausgasemissionen in unseren Lieferketten", sagte Marco Bizzarri, President & CEO von Gucci.

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