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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
22.04.2020
Lesedauer
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Gucci-Umsatz von Coronavirus-Ausbruch in China stark getroffen

Von
Reuters API
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
22.04.2020

Der Umsatz von Gucci wurde zu Beginn der Coronavirus-Krise aufgrund der großen Abhängigkeit von chinesischen Kunden stark in Mitleidenschaft gezogen. Dies berichtete der Mutterkonzern Kering am Dienstag. Die italienische Marke sei jedoch für den Wiederaufschwung gut aufgestellt.

Gucci - Herbst/Winter 2020 - Womenswear - Milan - © PixelFormula


Der Umsatz von Kering sank im ersten Quartal um 15,4 Prozent auf EUR 3,2 Milliarden. Wie viele Konkurrenten war das Unternehmen von den Ladenschließungen stark betroffen. Auf Like-for-Like-Basis – also bereinigt um Akquisitionseffekte und Währungsschwankungen – entspricht dies einem Rückgang um 16,4 Prozent.

Das Aushängeschild des Konzerns, Gucci, spült normalerweise einen Großteil des Gewinns in die Konzernkassen. Doch im Berichtszeitrum brach der Umsatz flächenbereinigt um 23,2 Prozent ein. Im Vergleich dazu hatte die Konzerntochter Saint Laurent nur einen Rückgang um 13,8 Prozent zu verkraften.

Die Gesundheitskrise trat Ende 2019 zunächst in einem der wichtigsten Abnahmemärkte für Luxusgüter ein – China. Dann bahnte sie sich ihren Weg durch Europa und den Rest der Welt. Mehrere Länder – darunter Italien und Frankreich, aber auch die USA, haben Ausgangssperren eingeführt, um der Lage Herr zu werden.

Kering-Finanzchef Jean-Marc Duplaix sagte, die Absatzprognose für Festlandchina verbessere sich mit der Öffnung der Läden, wovon auch Gucci profitieren dürfte.

"Von Anfang April an haben wir bei den meisten Marken in Festlandchina eine Verbesserung und positive Tendenzen beobachtet", erklärte Jean-Marc Duplaix den Medien.

Es sei zu früh, Rückschlüsse für die Konzernergebnisse im zweiten Quartal zu ziehen. Da sich die meisten europäischen Länder noch bis Mai im Lockdown befinden, erwarte er vor Juni oder Juli keine nennenswerte Erholung.

Analog zur Konkurrentin LVMH erklärte Kering, die Ausschüttung der Dividende für das Jahr 2019 werde um 30 Prozent gekürzt. Kering hatte bereits im Vorfeld gewarnt, dass es im ersten Quartal mit einem Rückgang des vergleichbaren Umsatzes um ca. 15 Prozent rechnete und dass die Betriebsmargen ebenfalls abnehmen werden. Am Dienstag erwähnte das Unternehmen die Einführung kostenreduzierender Maßnahmen, ohne jedoch genauer darauf einzugehen.

Das Unternehmen, zu dem auch Balenciaga gehört, zählte in den vergangenen Jahren mit LVMH zu den größten Gewinnern des jüngsten Luxusgüterhypes. Besonders die Konzerntochter Gucci boomte. Dadurch stehen die kapitalkräftigen Konglomerate auf festerem Boden als einige unabhängige Marken, die bereits vor dem Eintreffen der Coronavirus-Krise auf eine Konjunkturwende hofften.

Thomas Chauvet, Analyst bei Citi, erklärte, er rechnet damit, dass Kering und der italienische Daunenjackenhersteller Moncler der Krise besser standhalten werden als andere Modeunternehmen.

Weiter war er der Ansicht, dass Kering mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von der Verlagerung in Richtung Onlinehandel profitieren könne, um die Ladenschließungen wettzumachen. Der weitere Ausblick für die Branche sei jedoch weiterhin düster.

Laut Jean-Marc Duplaix stieg der Onlineumsatz im ersten Quartal um 20 Prozent, bei Gucci in China ergab sich ein Wachstum um über 100 Prozent.

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