Gucci und Louis Vuitton senken Preise in China nach MwSt.-Senkung

Louis Vuitton, Gucci und andere Consumerbrands senkten die Preise ihrer Produkte im chinesischen Markt. Damit reagieren sie auf den seit Montag geltenden neuen Mehrwertsteuersatz, der unter dem bisherigen Wert liegt.

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Gucci - Herbst/Winter 2019 - Womenswear - Milan - © PixelFormula

Die Preisempfehlungen für Artikel im Einzelhandel sind bei Louis Vuitton (LVMH) und Gucci (Kering) um rund 3 Prozent gesunken, wie lokale Medien berichteten.

Die Preise für Produkte auf der Website von Apple in China wurden am Montagmorgen ebenfalls nach unten korrigiert. Für einige der jüngsten iPhone-Modelle ergab sich dadurch ein Rabatt von bis zu CNY 500 (EUR 66,38).

Im vergangenen Monat berichteten bereits die Fahrzeughersteller BMW und Mercedes-Benz, dass sie die Preise für verschiedene Modelle im Falle einer MwSt.-Senkung entsprechend anpassen würden.

Während Apple eine Stellungnahme zu den Preisrückgängen ablehnte, reagierten LVMH und Kering nicht umgehend auf die Anfrage.

Die chinesische Regierung kündigte im März Steuer- und Kostensenkungen für alle Unternehmen an. Die Maßnahme soll 2019 CNY 2 Billionen (EUR 265 Mrd.) kosten. Es ist davon auszugehen, dass die Fertigungs-, Transport- und Bauindustrie besonders von der Konjunkturbelebungs-Maßnahme profitieren werden.

Das Wachstum der zweitgrößten Wirtschaft der Welt befindet sich auf dem tiefsten Punkt seit fast drei Jahrzehnten. Die Binnennachfrage lässt nach und der anhaltende Wirtschaftskrieg mit den USA beeinträchtigt die Konjunktur.

Mehrere chinesische Elektrofachhändler senkten die Preise für iPhones bereits im Januar. Angesichts der unter den Erwartungen liegenden Verkaufsergebnisse Ende 2018 verkauften sie die neusten iPhone-Modelle mit einem Rabatt von bis zu EUR 105.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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