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Guess: Kartellrechtstreit mit EU-Kommission vergrößert Verlust

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 29.11.2018
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Guess veröffentlichte am Mittwoch die jüngsten Quartalsergebnisse, die trotz gutem Umsatz unter den Erwartungen lagen. Grund dafür ist eine saftige Buße der EU-Kommission für Kartellrechtsverletzungen.


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Das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles erzielte einen Nettoverlust von USD 13,4 Millionen (EUR 11,78 Mio.). Im Vergleich zum Gewinn von USD 2,9 Millionen (EUR 2,6 Mio.) ein Jahr zuvor entspricht dies einem Rückgang um 370 Prozent.

Im vergangenen Quartal stieg die Aktienrendite um 8,3 Prozent auf USD 0,13 (EUR 0,11) pro Aktie, im Vergleichsquartal lag sie bei USD 0,12 (EUR 0,10). Der Wert liegt dennoch unter den Erwartungen der Analysten.

Guess verwies darauf, dass seine Gewinnberechnungen im Quartal stark von den geschätzten Kartellgebühren der Europäischen Kommission (EC) beeinflusst wurden. Das Unternehmen berichtete, eine Einigung mit der Kommission stehe in Aussicht, wobei die vereinbarte Buße zwischen USD 42,4 und 46,6 Millionen (EUR 37,2 und 41,0 Mio.) betragen dürfte. Die noch laufende Untersuchung betrifft Verstöße gegen bestimmte Wettbewerbsregelungen der EU.

Unter dem Strich ergab sich ein Nettoumsatz von USD 605,4 Millionen (EUR 532,0 Mio.), deutlich mehr als im Vergleichsquartal mit USD 549 Millionen (EUR 482,5 Mio.).

"Ich freue mich sehr, erneut von einer guten operative Geschäftsentwicklung berichten zu können, mit einem Umsatzwachstum von 10 Prozent in US-Dollar und von 13 Prozent in konstanten Währungen. Das bereinigte Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten und die bereinigte Betriebsgewinnspanne übertrafen trotz unerwarteter Schwierigkeiten unsere Erwartungen", so CEO Victor Herrero.
 
"Die in allen Bereichen ausgeprägte Verkaufsdynamik ist sehr ermutigend, über alle Regionen hinweg erzielten wir im dritten Quartal positive Ergebnisse, was von der allgemeinen Stärke und Relevanz der Marke Guess zeugt".

Regional aufgeschlüsselt ergibt sich auf Basis konstanter Wechselkurse ein Einzelhandelswachstum von 1,1 Prozent in Amerika, der Umsatz auf vergleichbarer Fläche, einschließlich Onlinehandel, wuchs um 4 Prozent. In Europa ergab sich ein Umsatzplus von 19,8 Prozent, beim vergleichbaren Umsatz betrug der Zuwachs im Einzelhandel 12 Prozent. In Asien stieg der Wert bei konstanten Wechselkursen um 21,8 Prozent, im Einzelhandel auf vergleichbarer Fläche um 9 Prozent.

Im vierten Quartal (Stichtag: 2. Februar 2019) rechnet das Unternehmen bei konstanten Wechselkursen mit einem Umsatzwachstum von 7,5 bis 9,5 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2019 geht das Unternehmen von einem bereinigten EPS von USD 0,96 bis 1,03 (EUR 0,84 bis 0,90) pro Aktie aus. Das Ergebnis soll um 10 bis 10,5 Prozent steigen.
 

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