H&M veranstaltet Capital Markets Day

Der Mode-Einzelhandelsriese H&M veranstaltete am Mittwoch einen Capital Markets Day, um die Befürchtungen der Anleger hinsichtlich der Wachstumsaussichten nach einem schwachen Umsatz in seiner Haupthandelskette zu zerstreuen.

Cos

Daher fokussierte man sich auf die Aussichten für die neueren Marken und den digitalen Kanal – der Gewinn 2018 soll durch Online-Wachstum um mindestens 25 % gesteigert werden. Neuere Marken wie Cos, Arket und H&M Home sollten ebenfalls mit einem ähnlichen Wachstum aufwarten.
 
Das Unternehmen zeigte sich nicht allzu zufrieden und erklärte, "in Anbetracht des fortlaufenden Wandels in der Industrie und der fortlaufenden Wandlungsarbeit der H&M Gruppe wird vermutet, dass 2018 weitere Herausforderungen bereit hält. Es wird erwartet, dass H&M’s Verkäufe in vergleichbaren Stores weiter negativ bleiben, mit einem langsamen Anstieg über das Jahr."

Ergänz wurde, "dass ein schwerer Start mit hohen Warenbeständen bei Neueröffnungen in Q4 2017 und Ungleichgewichte im Sortiment in hohe Preisabschläge resultieren und daher einen negativen Effekt auf die Gewinne zu Beginn des Jahres haben."

H&M hat neue Handelsketten in ziemlich schnellem Tempo eröffnet, aber wie das Statement zeigt, kämpfe man bei der Hauptmarke H&M mit Schwierigkeiten, hervorgerufen durch eine Kombination aus starker Konkurrenz, online und vor Ort, sowie einigen Produktfehlentscheidungen.

Diese Probleme haben dafür gesorgt, dass der Preis der Aktien über einige Jahre hinweg gefallen ist. Obwohl der Preis der Aktien wesentlich niedriger ist als vor einem Jahr, ist er diesen Monat stetig bis Mittwoch Morgen gestiegen.
 
Dieser Capital Markets Day ist ein Schlüssel zur Entwicklung des Aktienpreises. Es ist das erste Mal, dass das Unternehmen ein solches Event veranstaltet. In Veröffentlichungen vor der Veranstaltung wurde mitgeteilt, dass im Moment der Online-Handel steigt und neue Marken das Wachstum vorantreiben, dies sollte auch im Geschäftsjahr 2019 bis 2022 der Fall sein.

H&M

Die Gruppe geht davon aus, dass die physischen Geschäfte von H&M ab dem nächsten Jahr wieder wachsen werden, da sie weiterhin neue Standorte eröffnen. Das Unternehmen sagte, dass neu eröffnete Geschäfte "sehr gute Konditionen und Flexibilität haben [und] die durchschnittliche Amortisationszeit für neue Geschäfte weniger als 17 Monate beträgt."
 
Aber angesichts des starken Anstiegs, den die Firma im E-Tail-Verkauf verzeichnet, ist das ein ebenso wichtiger Schwerpunkt für das Unternehmen und es sagte, dass seine E-Verkäufe "gut wachsen und sich auf 29 Milliarden SEK (2,9 Milliarden Euro) belaufen" im letzten Geschäftsjahr, oder 12,5 % des gesamten Konzernumsatzes. Auch der Online-Kanal "weist eine gute Profitabilität auf und machte 22 % des operativen Gewinns der H&M Gruppe aus."

Der Online-Verkauf soll um 20% pro Jahr steigen und 2022 75 Milliarden SEK (7,5 Milliarden Euro) erreichen. Das sind weniger als die für das laufende Jahr prognostizierten 25 %, aber immer noch ein starkes Wachstum.
 
Es ist also nicht überraschend, dass 45 % des Investments der Gruppe im vergangenen Jahr für den digitalen Bereich ausgegeben wurde.

Das Unternehmen investiert stark in neue Marken. Die Hauptkette H&M ist immer noch das größte Unternehmen der Gruppe, während die "New Businesses" (Cos, Weekday, Cheap Monday, Monki, H&M Home, & Other Stories und Arket) zusammen nur 7 % des Umsatzes ausmachen.

Monki

Dieser Prozentsatz kann jedoch nur wachsen, wenn das Unternehmen neue Stores und Websites für seine kleineren Handelsketten auf den Markt bringt, un deren momentanen Umsatz von 17 Milliarden SEK (1,7 Milliarden Euro) vermehrt. Wie erwähnt wird erwartet, dass sich ihre Umsätze um 25 % pro Jahr steigern und so mehr als 50 Milliarden SEK (5 Milliarden Euro) in 2022 erreichen.

H&M rechnet mit einer jährlichen Steigerung des Umsatzes um 1 % bis 3 % und sieht "große Chancen für weitere zusätzliche Umsätze aus zwei separaten und völlig neuen Geschäftsmodellen, die das Unternehmen derzeit entwickelt."

Übersetzt von Valerie Soschynski

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