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DPA
Veröffentlicht am
15.06.2022
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2 Minuten
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H&M steigert Umsatz wieder etwas stärker

Von
DPA
Veröffentlicht am
15.06.2022

Der Modekonzern Hennes & Mauritz (H&M) setzt seinen Erholungskurs von der Corona-Pandemie weiter fort. Zwischenzeitlich hatte sich das Wachstum des Inditex-Konkurrenten wegen der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Lockdowns in China verlangsamt, doch zogen die Geschäfte zuletzt wieder an. Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 54,5 Milliarden schwedische Kronen (5,1 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Damit übertrafen die Schweden die Erwartungen von Analysten. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Plus 12 Prozent. H&M will am 29. Juni seinen Halbjahresbericht vorlegen.

H&M


Allerdings überschatteten die Unsicherheit bezüglich der Margen-Aussichten sowie der anhaltende Kostendruck das Umsatzplus. Die Aktie drehte nach frühen Gewinnen ins Minus und verlor zuletzt rund 3,8 Prozent an Wert. Damit war das Papier der größte Verlierer im Index OMX Nordic 40.

Analystin Georgina Johanan von der US-Großbank JPMorgan wertete die Zahlen als ermutigend. Allerdings verwies sie darauf, dass der starke Entwicklungstrend in der Modebranche über den Sommer mit einer schwindenden Konsumlaune der Verbraucher nachlassen könnte. Nach Ansicht von Analyst Richard Chamberlain von der kanadischen Bank RBC fielen die Erlöse im zweiten Quartal stärker aus als erwartet.

Dies führte er auf eine starke Erholung der Ladenverkäufe in den wichtigsten Märkten zurück, da die Kunden ihre Kleiderschränke wieder auffüllten. Die Aussichten für die Margen seien aber eher gemischt. Im dritten Quartal gebe es ein größeres Risiko, da die Lagerbestände in Russland umverteilt werden müssten.

H&M war einer der ersten Einzelhändler, der Konsequenzen aus dem Krieg zog und davon getroffen wurde. Das Unternehmen hat seit Beginn des Krieges sämtliche Aktivitäten in Russland, der Ukraine und in Weißrussland auf Eis gelegt. Insgesamt seien 185 Filialen und der Online-Handel in Russland betroffen, hatte H&M bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal mitgeteilt.
 

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