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AFP
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.03.2021
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2 Minuten
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H&Ms Xinjiang-Baumwollverbot löst in China Gegenreaktion aus

Von
AFP
Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.03.2021

Die Entscheidung des schwedischen Bekleidungsriesen H&M, keine Baumwolle mehr aus Chinas Xinjiang-Region zu beziehen, zieht eine Gegenreaktion nach sich, während das asiatische Land eine immer selbstbewusstere Haltung gegenüber Vorwürfen bezüglich Menschenrechtsverletzungen einnimmt.

AFP


Die Produkte des Modehändlers waren am Mittwoch von der E-Commerce-Plattform Taobao des chinesischen Tech-Riesen Alibaba verschwunden. Zwei populäre Schauspieler brachen unterdessen ihre Verbindungen zu H&M ab und staatliche Medien veröffentlichten Kommentare, die das Unternehmen kritisierten.

Letztes Jahr sagte H&M, dass es keine Baumwolle aus Xinjiang beziehen würde und beendete seine Beziehung zu einem chinesischen Garnproduzenten wegen Vorwürfen der "Zwangsarbeit" von Minderheiten in der Region.

Die Erklärung des Unternehmens erfolgte, nachdem ein Bericht der Nichtregierungsorganisation Australian Strategic Policy Institute darauf hinwies, dass H&M ein Nutznießer eines Zwangsarbeitstransfer-Programms sei.

H&M China sagte in einer Erklärung am Mittwochabend, dass es "keine politische Position vertritt" und sich weiterhin für langfristige Investitionen in China einsetzt.

Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Kanada kündigten am Montag Sanktionen gegen frühere und aktuelle Verantwortliche in Xinjiang in einem eskalierenden Streit über die Behandlung der uigurischen Minderheit in China an.

Rechtsgruppen sagen, dass mindestens eine Million Uiguren und andere meist muslimische Minderheiten in Lagern in Xinjiang inhaftiert sind, wo die Behörden auch beschuldigt werden, Frauen zwangssterilisiert zu haben und sie zu Zwangsarbeit zu zwingen.

China bestreitet die Vorwürfe und sagt, dass Ausbildungsprogramme und Arbeitsprogramme dazu beigetragen haben, den Extremismus auszumerzen.

"Gerüchte verbreiten, um Xinjiang-Baumwolle zu boykottieren, während man in China Geld verdienen will? Wunschdenken", schrieb die Communist Youth League, der Jugendflügel von Chinas Regierungspartei, am Mittwoch auf der Twitter-ähnlichen Plattform Weibo.

Staatliche Medien wetterten gegen "Lügen", die mit "Hintergedanken" verbreitet würden.

Der Sender CCTV kritisierte H&M "in die Hand zu beißen, die es füttert" und warf dem Unternehmen vor, es wolle "den Entwicklungsraum chinesischer Unternehmen und Arbeiter zerstören".

Die Nachrichtenagentur Xinhua fügte hinzu, dass "das Respektieren von Fakten" das oberste Gebot sei.

Die Schauspielerin Victoria Song, die früher für H&M warb, ließ in einer Erklärung verlauten, dass sie keine Beziehung mehr zu dem Unternehmen habe und "die Interessen des Landes über allem stehen".

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