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Hamm Reno kommt mit Reorganisationsplan 'Sprint' voran

Veröffentlicht am
today 28.08.2017
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Die mit der strategischen Zukunftsausrichtung beschlossene Reorganisation sowie der Abbau der ineffizienten Doppelstrukturen des Schuhfilialists soll zügig voranschreiten, meldete Schuhfilialist Hamm Reno (HR Group). Hierzu zählt insbesondere die Konzentration der Logistik am Standort Thaleischweiler-Fröschen und die damit verbundene Schließung der Logistik in Osnabrück.

Eine Reno-Filiale der Hamm Reno Group. - HR

 
Erst vor zwei Monaten teilte die HR Group erste Maßnahmen zur Neuausrichtung der Organisation mit, da zwei parallel betriebene Logistik-Standorte betriebswirtschaftlich nicht vertretbar waren und auf der Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Markt lasteten.
 
Zudem wurden alle Kostenstrukturen auf den Prüfstand gestellt, Abteilungen zusammengelegt und Geschäftsprozesse optimiert. Ziel aller Maßnahmen, die unter dem Projektnamen Sprint geführt werden, ist die Effizienzsteigerung und die Stärkung der Marktposition.

Gleichzeitig kam es zu Streichungen von Arbeitsstellen, die größtenteils in Osnabrück lagen. Dies betrifft 120 Mitarbeiter, für die ein Interessenausgleich und Sozialplan ausgehandelt und bereits am 8. August unterschrieben wurde.
 
„Zum eingeschlagenen Weg der Transformation haben wir keine Alternative. Es ist uns aber gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung gelungen, den notwendigen Personalabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Dafür haben wir mit den Arbeitnehmervertretern nicht nur eine faire Regelung bezüglich möglicher Abfindungen getroffen, sondern wir bemühen uns auch intensiv darum, die betroffenen Mitarbeiter in neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Hierfür danke ich allen Unternehmen in der Region, die uns dabei sehr unterstützen“, sagt Wolfram Hail, CEO der HR Group.
 
Inzwischen wurde bereits ein Großteil der Logistik-Dienstleistungen nach Thaleischweiler-Fröschen verlagert, da dort mit größeren Hallen deutlich höhere Kapazitäten vorhanden sind und außerdem ein teilautomatisierter Maschinenpark existiert, der den Anforderungen des schnell wachsenden Online-Geschäfts entspricht, das von der HR Group weiter ausgebaut werden soll.  

Der Teilbetrieb Logistik in Osnabrück läuft Ende September aus, damit zum 1. Oktober alle Logistik-Leistungen an einem Standort gebündelt sind. Zudem werden dort Dienstleistungen für andere Unternehmen der Schuhbranche bearbeitet.
 
„Wir werden unser Online-Geschäft mit unserem stationären Handel noch enger vernetzen. Gerade im Online-Handel freuen wir uns über ein sehr dynamisches Wachstum“, sagt Peter M. Wolf, Beiratsvorsitzender der HR Group. 
 
Ziel ist es, die HR Group zukunftssicher aufzustellen und Ressourcen sinnvoll einzusetzen. „Hier steuern wir unsere Mittel den zukunftsgerichteten Bereichen, wie Marketing, Online und dem Produkt zu. Vor allem konzentrieren wir uns bei den Schuhsortimenten auf die Kombination von guter Qualität, passendem Modegrad und einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis für unsere Kunden“, so Wolfram Hail.
 
Die Geschäftsführung rechnet damit, dass bis zum Ende des Jahres 2017 die Sprint-Maßnahmen abgeschlossen sein werden. Um die Attraktivität auch für die Kunden zu erhöhen, werden die Reno-Filialen an das neue Filialkonzept angepasst und entsprechend umgebaut. Hierbei wird auch die Vernetzung mit dem E-Commerce in den Filialen eine wesentliche Rolle spielen.  

Die HR Group gehört nach dem Verkauf 2016 dem Finanzinvestor und Mehrheitsgesellschafter Capiton AG, minderheitlich dem türkisch strategischen Gesellschafter Flo (vor Umfirmierung Ziylan) und dem Managementteam und dem Beiratsvorsitzenden Peter M. Wolf an.

Die HR Group beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter und ist in 20 Ländern aktiv. Die Unternehmensgruppe betreibt im In- und Ausland etwa 400 Einzelhandels-Filialen und wird zum Ende des Geschäftsjahres über 2.000 Verkaufsstellen im Systemgeschäft betreiben. Der Umsatz lag im letzten Geschäftsjahr bei über 500 Millionen Euro.
 

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