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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
18.10.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Harrods- und Printemps-Eigentümer im Gespräch für den Kauf von Selfridges

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
18.10.2021

Könnten Londons zwei Top-Luxuskaufhäuser am Ende denselben Eigentümer haben? Diese Frage stellte sich am Montag, als bekannt wurde, dass der Eigentümer von Harrods möglicherweise der Hauptinteressent für das zum Verkauf stehende Selfridges ist.

Selfridges


Berichten zufolge führt der Staatsfonds von Katar Gespräche mit der Familie Weston, der Selfridges derzeit gehört und die das Unternehmen für rund 4 Mrd. Pfund (4,73 Mrd. Euro) verkaufen möchte.

Aus Kreisen erfuhr die "Mail on Sunday", dass der Eigentümer von Harrods der Hauptinteressent sei. Der Fonds, der Harrods im Jahr 2010 für 1,5 Milliarden Pfund kaufte, ist auch Eigentümer des Pariser Warenhauses Printemps, für das er im Jahr 2013 1,75 Milliarden Euro zahlte.

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Katarer keine Exklusivgespräche führen und dass ein anderer Kandidat den Zuschlag erhalten könnte. Auch Hudson's Bay Company (Kanada) und Lane Crawford (Hongkong) sollen an Selfridges interessiert sein, ebenso wie der saudi-arabische Staatsfonds. Bislang hat sich jedoch keine der beteiligten Parteien dazu geäußert.

Selfridges ist eindeutig gefragt, denn das Unternehmen, zu dem mehrere Kaufhäuser im Vereinigten Königreich gehören, ist in normaleren Zeiten ein Touristenmagnet und hat unter seinen derzeitigen Eigentümern eine Verdoppelung seiner Umsatzerlöse verzeichnet.

Dennoch hatte das Unternehmen während der Pandemie mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da die Geschäfte in den Stadtzentren nur wenig besucht wurden und die Touristen bis vor kurzem ausblieben. Die Familie Weston hatte bereits im Sommer eine Auktion für das Unternehmen gestartet.

Derzeit ist unklar, ob ein Verkauf auch die Kaufhäuser in anderen Ländern umfassen würde, zu denen Holt Renfrew in Kanada, Brown Thomas und Arnotts in Irland und De Bijenkorf in den Niederlanden gehören. Es wird vermutet, dass diese Geschäfte ebenfalls zur Versteigerung anstehen, wobei die derzeitigen Interessenten möglicherweise nicht alle Häuser übernehmen wollen.

Das Unternehmen verfügt weltweit über 25 Geschäfte und schätzt seinen Immobilienbesitz auf rund 2 Mrd. Pfund (2,37 Mrd. Euro). Im Geschäftsjahr 2019/20 hat die Gruppe einen Umsatz von 1,97 Milliarden Pfund erzielt, wie aus den der britischen Presse vorliegenden Zahlen hervorgeht.

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