Hauptversammlung: Jimmy Choo meldet gute Umsätze im Herren- und Duftsegment

Auf Verkaufskurs. Bei Luxus-Schuhhersteller Jimmy Choo herrschte am Donnerstag bei der Hauptversammlung gute Stimmung: die Geschäfte laufen wie geplant gut. Ein weiteres Thema war der Verkauf des Unternehmens. Die JAB Holding Company, eine Finanzholding der deutschen Unternehmerfamilie Reimann aus Mannheim, mit der Mehrheit am Parfümhaus Coty und dem Kaffeehersteller Jacobs Douwe Egberts, und denen Jimmy Choo, Bally und Belstaff gehören, wollen sich wieder mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ihre Modelabels verkaufen.


Jimmy Choo

Jetzt wird erwartet, dass diesen Monat die ersten Gebote eingehen. Angeblich ist die Private Equity Firma Investcorp, zu der auch das italienische Herrenlabel Corneliani gehört, wie bereits vor sechs Jahren, an Jimmy Choo interessiert. Investcorp ist auch das Unternehmen, das vor drei Jahren Versace kaufen wollte.

Investcorp muss aber wohl tief in die Tasche greifen, ebenfalls interessiert sind angeblich Michael Kors, der Valentino-Besitzer Mayhoola, Coach und noch einige andere. Seitens des Management gab es keine Bestätigung, aber die klare Botschaft vom Donnerstag war: Es lohnt sich dieses Unternehmen zu kaufen.

Jimmy Choo erklärt, dass alle Kategorien „stark gewachsen“ sind, angeführt vom Herren-Segment. Das Unternehmen ist relativ spät in das Herrenschuh-Geschäft eingestiegen, seit dem Start verkaufen sich die Herrenmodelle aber sehr gut. Auch ihre Duft-Lizenzen sollen „ausgesprochen guten Umsatz machen“.


Jimmy Choos neuer Männerduft 'Man Ice' - Jimmy Choo

Trotz der Unsicherheit über einen neuen Besitzer, hält Jimmy Choo an seiner Expansionsstrategie fest und hat seit Jahresbeginn bereits sechs neue Filialen eröffnet und acht renoviert.

Dies hat dazu beigetragen, dass weiterhin "starke Fortschritte" in Asien und Japan mit einer "guten Entwicklung" in EMEA und den USA zu sehen sind. Wodurch sie das Online-Geschäft auch weiter ausbauen und zu einem Omnichannel-Angebot umwandeln wollen. Die geplanten Joint Ventures in den VAE und Südkorea sollen weiter in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden.
 
"Die Aussichten für das Geschäft sind besser als je zuvor. Durch die Investition, die wir gemacht haben, können wird jetzt die Wachstumspotenziale der Markt- und Margenerweiterung sehen. Pierre [Denis, CEO] und sein Team haben bemerkenswerte Fortschritte bei der Pflege der Marken-DNA gemacht, bei der Stärkung der Geschäftsabläufe und der Verbesserung des Markenauftritts für den Kunden", sagt Chairman Peter Harf.

Übersetzt von Melanie Muller

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