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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.03.2020
Lesedauer
3 Minuten
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HBC geht von der Börse, CEO tritt zurück

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.03.2020

Der kanadische Handelskonzern informierte am Dienstag, dass er seine Privatisierung abgeschlossen habe. Zum selben Zeitpunkt enthüllte Hudson’s Bay Company (HBC), dass die Geschäftsführerin Helena Foulkes von ihrer Funktion zurücktritt. Ihr Nachfolger steht bereits fest, es handelt sich um den aktuellen Executive Chairman Richard Baker.


Hudson's Bay hat sich am Dienstag von der Börse verabschiedet- Photo: Reuters

 
Richard Baker, der die Aktionärsgruppe anführte, die HBC von der Börse nahm, wird ab dem 13. März neuer CEO des Unternehmens. Er übernimmt diese Verantwortung zusätzlich zu seinen bisherigen Zuständigkeitsbereichen.

In diesem neuen Kapitel der Geschichte von HBC wird der neue CEO von der Geschäftsleitung unterstützt, zu der der Markenchef von Hudson’s Bay, Ian Nairn und die Saks Off 5th-Geschäftsführerin Paige Thomas zählen. Beide haben ihre Führungspositionen in den vergangenen zwei Monaten angetreten.

Richard Bakers Vorgängerin, Helena Foulkes, stieß im Februar 2018 zu HBC. In ihrer Zeit als CEO arbeitete die ehemalige CVS-Managerin an der Verschlankung des Unternehmens. So verkaufte sie im vergangenen August die Marke Lord & Taylor an Le Tote und verabschiedete sich von den Immobilienengagements des Unternehmens in Europa.

"Das Unternehmen und ich sind Helena für ihre Führung und die beachtlichen Errungenschaften der vergangenen zwei Jahre dankbar", erklärte Richard Baker in einer Pressemitteilung. "Zusammen haben wir das Unternehmen vereinfacht, das Retail-Geschäft gestärkt und unseren Fokus auf den Kunden wieder erstarken lassen. Alle unsere Geschäftsaktivitäten sind nun gut aufgestellt, um die Chancen in ihren einzigartigen Märkten zu nutzen und wir gehen dieses für unser Unternehmen spannende Kapitel optimistisch an".
 
Mit der Vollendung der Privatisierung von HBC am Dienstag wird sich Richard Baker nun der Umsetzung verschiedener Turnaround-Maßnahmen widmen, ohne den Druck der Aktionäre hinsichtlich des zu erzielenden Wachstums und der Dividenden.
 
"Während die heutigen und zukünftigen Generationen ihre Art, zu leben, einzukaufen und zu arbeiten ändern, sind wir der Umwandlung von HBC verpflichtet, um von diesem Wandel profitieren zu können", erklärte er am Dienstag. "Es braucht geduldiges Kapital und eine langfristige Vision, um das Potenzial von HBC zwischen Immobilien und Retail vollständig entfalten zu können".

Die Aktionärsgruppe unter der Führung von Richard Baker bot den Minderheitsaktionären im vergangenen Juni zunächst CAD 9,45 (EUR 6,35) pro Aktie, zahlte aber schlussendlich CAD 11,00 (EUR 7,39) pro Aktie, um das Unternehmen von der Börse nehmen zu können.

Der Großteil der für die Operation benötigten Gelder wurde durch den Verkauf von Immobilien und Retail-Holdings in Deutschland generiert.

Neben dem neuen CEO umfasste die Gruppe, die zum Börsenaustritt drängte, auch Rhône Capital LLC, WeWork Property Advisors, Hanover Investments (Luxembourg) S.A. und Abrams Capital Management LP.

Der Konzern, der im Dezember 2019 für das dritte Quartal einen Verlust von CAD 175 Millionen und einen Umsatz von CAD 1,8 Milliarden (EUR 1,2 Mrd.) auswies, umfasst die Marken Saks Fifth Avenue, Saks Off 5th und Hudson’s Bay, und verfügt seit der Liquidation von Barneys auch über die Namensrechte unter Lizenz.

Die Stammaktien von HBC dürften nach Börsenschluss am 4. März 2020 an der Börse Toronto dekotiert werden.
 

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