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Veröffentlicht am
05.11.2018
Lesedauer
2 Minuten
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HDE: Nachhaltigkeit darf kein Wettbewerbsnachteil werden

Veröffentlicht am
05.11.2018

Zum vierjährigen Bestehen des Textilbündnisses hat HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die engagierten Projekte des Einzelhandels für mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette hervorgehoben. "Im Bündnis für nachhaltige Textilien, das sich für faire Arbeitsbedingungen und eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die Arbeiter in den Produktionsstätten einsetzt, leistet die Wirtschaft wertvolle Beiträge", so Genth.

Hauptziel der rund 100 Unternehmen ist es, weltweit für eine sozial wie ökologisch akzeptable Lieferkette zu sorgen. - Textilbündnis


Rund 100 Unternehmen haben sich im Textilbündnis zusammengeschlossen, um gemeinsam mit Bündnispartnern aus Politik, Zivilgesellschaft und Standardorganisationen die gesamte textile Lieferkette nachhaltig zu gestalten.

Auf dem Bündnisplan stehen aus Sicht des Einzelhandelsverbandes Themen und Herausforderungen, die einzelne Unternehmen kaum alleine bewältigen können.

Dazu zählen auch wie beispielsweise existenzsichernde Löhne oder die Verbannung bestimmter giftiger Chemikalien aus der gesamten Lieferkette.

"Solche dicken Bretter kann das Bündnis bohren, weil viele Akteure aus verschiedenen Stakeholdergruppen zusammenarbeiten und sich international mit relevanten Partnern vernetzen", betont der Verbandschef.

Allein 2018 seien 116 Maßnahmenpläne von Bündnismitgliedern mit über 1.300 konkreten Verbesserungen eingereicht und veröffentlicht worden.

"In einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld geben Unternehmen sensible Daten preis und öffnen sich damit kritischen Nachfragen und Überprüfungen. Der bisherige Erfolg ist wichtig und nicht hoch genug einzuschätzen", so Genth weiter.

Da die bisher teilnehmenden Unternehmen bisher nur knapp die Hälfte des deutschen Textilumsatzes repräsentieren, entstehe so aber leicht die Gefahr der Wettbewerbsverzerrung.

Denn nachhaltige Lieferketten gebe es nicht zum Nulltarif. Man wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass weitere Unternehmen dem Bündnis beitreten.

"Der gemeinsame Ansatz sorgt für mehr Schlagkraft, einen fairen Wettbewerb und stärkt das Ansehen solch freiwilliger Initiativen. Wir brauchen aber ein globales Level-playing-field, um sicherzustellen, dass Unternehmen wegen ihres Nachhaltigkeitsengagements keine Wettbewerbsnachteile entstehen", so Genth. 

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