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Veröffentlicht am
08.09.2022
Lesedauer
2 Minuten
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HDE: Verbraucherstimmung trübt sich weiter ein

Veröffentlicht am
08.09.2022

Im Angesicht von steigenden Energiepreisen, Inflation und pandemiebedingter Unsicherheiten ist die Stimmung der Verbraucher im September weiter abgerutscht. Das zeigt das Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE)

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher wird laut HDE monatelang andauern. - shutterstock


Nachdem der Index im August ein Allzeittief erreicht hatte, fällt er nun auf einen neuen Allzeit-Tiefststand. Eine Trendumkehr sei nicht in Sicht, sodass die nächsten Monate voraussichtlich von Konsumzurückhaltung geprägt sein werden, heißt es seitens des Handelsverbands.

Die Konjunkturerwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher trüben sich im Vergleich zum Vormonat weiter leicht ein. Ihr pessimistischer Blick auf die gesamtwirtschaftliche Situation deckt sich mit dem der Unternehmen. Noch vor einem Jahr fielen die konjunkturellen Erwartungen der Verbraucher deutlich besser aus.

Auch bei den eigenen Einkommenserwartungen hält der Negativtrend an. Sie gehen sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Hinzu kommt, dass sich das verfügbare Haushaltseinkommen mit steigenden Lebenshaltungskosten verringert. Somit bleibt Verbraucherinnen und Verbrauchern weniger Geld für den privaten Konsum.

Dass in den kommenden Monaten mehr Geld für die Lebenshaltung benötigt wird, zeigt sich auch in der Entwicklung der Anschaffungs- und Sparneigung, auch diese gehe weiter zurück und fällt auf ein neues Allzeittief. Größere Beträge beiseitezulegen und zu sparen, seien jedoch ebenfalls nicht geplant.

Die Sparneigung ist wie bereits im Vormonat gering. Zwar rechnen Verbraucherinnen und Verbraucher in nächster Zeit mit einem Nachlassen der Preisanstiege, doch die derzeitige Konsumzurückhaltung werde voraussichtlich anhalten.

Da die weiteren Kostenentwicklungen bislang nicht absehbar sind, ist eine Aufhellung der Verbraucherstimmung in den bevorstehenden Wochen und Monaten nicht zu erwarten.

Vielmehr könnten im Herbst mit Blick auf die Energieversorgung und die Pandemie zusätzliche Unsicherheiten aufkommen. Eine spürbare Verbesserung der Verbraucherstimmung zeigt sich daher vermutlich nicht vor dem Frühjahr des nächsten Jahres. Bis dahin könnte auch die Dynamik beim privaten Konsum gering bleiben.
 

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