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Veröffentlicht am
17.11.2016
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Henkel 3.0: Das Unternehmen stellt Vierjahresplan vor

Von
DPA
Veröffentlicht am
17.11.2016

Der Persil- und Schwarzkopf-Hersteller Henkel will in den kommenden vier Jahren sein Wachstumstempo halten. Bis 2020 werde der Umsatz aus eigener Kraft im Schnitt um 2 bis 4 Prozent zulegen, kündigte der Konzern am Donnerstag an. In dieser Größenordnung will Henkel auch 2016 wachsen.


Innovative Geschäftsideen, Digitalisierung und Zukäufe sollen das Wachstumstempos von Henkel stützen. - Henkel


Der bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie soll bis 2020 um 7 bis 9 Prozent steigen. Dies wäre etwas weniger als sich Henkel für dieses Jahr vorgenommen hat. Zulegen will der Konzern auch im operativen Geschäft. Am Markt kamen die Gewinnziele zunächst nicht gut an, vorbörslich gab die Henkel-Aktie auf der Handelsplattform Tradegate um gut 2 Prozent nach.

Bei seinen Plänen setzt Henkel auf seine Top-Marken. Der Anteil der zehn größten Marken soll am Gesamtumsatz in den kommenden vier Jahren auf 75 Prozent steigen. Zudem will Henkel schneller werden. Die Zeit zur Einführung neuer Produkte in der Kosmetik oder im Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft soll sich um 30 Prozent verringern. Um Innovationen auch im Klebstoffbereich voranzutreiben, sind in Düsseldorf und Shanghai sogenannte Innovationszentren in Planung.

Innovationen geplant
Wettbewerbsvorteile sollen neben der Entwicklung neuer Technologien auch Dienstleistungen bringen. Die Düsseldorfer wollen künftig ihren Industriekunden stärker Beratung und technische Hilfe anbieten. Im Konsumentengeschäft können das beispielsweise auch eine Online-Buchungsplattform für Friseurtermine, Abo-Modelle oder automatische Neubestellungen sein.

Darüber hinaus will Henkel das Thema Digitalisierung stärker in den Fokus rücken, etwa bei der besseren Vernetzung von E-Commerce-Plattformen mit dem traditionellen Einzelhandel oder bei der stärkeren Nutzung digitaler Medien. Der digital generierte Umsatz soll sich bis 2020 auf mehr als 4 Milliarden Euro verdoppeln. Auch in der Produktion und Logistik sowie beim Austausch mit Lieferanten und Geschäftspartnern will der Konzern digitaler werden.

Zukäufe von Start-ups
Henkel hatte in der Vergangenheit immer wieder auf Zukäufe gesetzt und will dies auch künftig tun. Erst im Sommer hatte der Konzern den US-Konkurrenten Sun Products für 3,2 Milliarden Euro gekauft, um seine Position auf dem wichtigen US-Markt zu stärken. Auch in Start-up-Unternehmen soll investiert werden. Die Gesamtinvestitionen bis zum Jahr 2020 bezifferte Henkel auf bis zu 3 Milliarden Euro.

"Henkel ist in einer hervorragenden Ausgangsposition, um in den kommenden Jahren weiter nachhaltig profitabel zu wachsen", sagte Henkel-Chef Hans Van Bylen. Der langjährige Henkel-Manager hatte erst im Mai den Vorstandsvorsitz von seinem Vorgänger Kasper Rorsted übernommen, der nun den Sportartikelhersteller Adidas führt. Rorsted hatte das Traditionsunternehmen mit Rekordergebnissen verlassen und damit die Latte für seinen Nachfolger hoch gelegt.

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