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Hermès mit neuer Silhouette

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 21.01.2019
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Das modernistische Gebäude des Mobilier National, das 1936 von Augusto Perret in den alten Gärten der Manufacture des Gobelins erbaut wurde, war der Ort, an dem Hermès seine Menswear für Herbst/Winter 2019/2020 präsentierte. Wie die Kreativdirektorin Véronique Nichanian erklärte, bestand die Idee darin, "gemeinsame Werte und gemeinsames Savoir-faire" zu zeigen.

Hermès, Herbst/Winter 2019/20 - ph Dominique Muret


Letztere war auch verantwortlich für die Auswahl einer Reihe von Möbeln, die Stile zwischen Ludwig XV. und dem avantgardistischen Design der 70er Jahre von Pierre Paulin mischten, die in einem gigantischen zentralen Raum ausgestellt wurden, der normalerweise für die Präsentation von Möbelkollektionen großer staatlicher Residenzen bestimmt war. Tatsächlich schien diese sehr männliche Stahlbetonarchitektur mit ihren verschiedenen Einrichtungsstilen der ideale Rahmen zu sein, um den Hermès-Mann willkommen zu heißen.

Ein natürlich eleganter und subtil raffinierter Mann. Eine scheinbare Schlichtheit, die in dieser Saison durch eine überwiegend dunkle Farbpalette (marineblau, anthrazit, schwarz) und sehr lineare Schnitte noch verstärkt wird, hinter denen sich die Essenz des Hermès-Luxus mit hochwertigen Edelmaterialien verbirgt.

Von der patinierten Kalbslederhose in verschiedenen Farben über die gewachsten Lammfell-Oberhemden mit breiten Streifen, die Jacken mit gerippten Saum aus dem gleichen ultraweichen Leder bis hin zu den regenmantelartigen Trenchcoats aus gewachstem Canvas waren die Stücke so einfach wie sie teuer und begehrenswert waren. Nehmen wir zum Beispiel die Hirschledermäntel mit großen abnehmbaren Kragen in Rot oder Dunkelblau und die schwarzen Schafleder-Bomberjacken.

Das Dekor zur Runway Show von Hermès - ph Dominique Muret


Schlank und selbstbewusst in seinen schwarzen Stiefeln, Lederjacken und lässigen Anzügen, die über Pullovern getragen werden, hat der Mann, den Véronique Nichanian für den nächsten Winter vorgestellt hat, ein neues Selbstbewusstsein gewonnen. Die Linien werden wellenförmiger, die Hosen weiter, die Jacken länger.

"Es ist eine neue Silhouette, etwas weniger Street, dafür schlichter, edel und elegant. Die Kollektion ist nicht mehr auf eine bestimmte Altersgruppe oder einen bestimmten Körpertyp ausgerichtet. Es ist nur eine Frage der Einstellung. Für mich ist das Wichtigste die Art von Sensibilität, die ein Mann zeigt", erklärte die Designerin.

Die dunkle Kollektion wurde hier und da durch Farbakzente – Safran, Violett, Türkis, Rot – aber vor allem durch den gezielten Einsatz von glänzenden Oberflächen aufgelockert, die heimlich am Rand einer Manschette, am Revers einer Jacke oder am Futter einer silbernen Winterjacke auftauchten.

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