Hongkong als Nation dargestellt: Ärger für Versace in China

Wegen eines umstrittenen T-Shirts hat die bekannte chinesische Schauspielerin Yang Mi ihre Zusammenarbeit mit der italienischen Modemarke Versace beendet.

Ansa

Yang Mi, die Versace-Botschafterin war, zeigte sich am Sonntag empört über das Kleidungsstück, das auch bei zahlreichen chinesischen Internet-Nutzern für Ärger gesorgt hatte.

Das T-Shirt listet eine Reihe von Städten und die dazugehörigen Nationen auf. Hongkong und Macau werden darin jeweils als eigene Staaten aufgeführt und nicht als chinesische Sonderverwaltungszonen.

"Chinas territoriale Integrität und Souveränität sind heilig und unantastbar", hieß es darauf am Sonntag in einer Erklärung der Schauspielerin. Der Hashtag #YangMiStopsWorkingWithVersace hatte am Montagmorgen 900 Millionen Aufrufe im chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo gesammelt.

Versace entschuldigte sich am Sonntag für das, was es als "fehlerhaftes Design" seines T-Shirts bezeichnete. Das Unternehmen gab an, das T-Shirt bis zum 24. Juli von allen Verkaufsstellen entfernt und vernichtet zu haben.

"Wir lieben China und respektieren entschieden seine Souveränität", teilte das Unternehmen über Weibo mit. Donatella Versace, Chefin des Unternehmens, entschuldigte sich auf Instagram. "Niemals wollte ich Chinas nationale Souveränität missachten und deshalb wollte ich mich persönlich für diese Ungenauigkeit und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten entschuldigen", erklärte sie.

Im vergangenen Jahr hatte sich bereits der US-Einzelhändler Gap in China für den Verkauf von T-Shirts mit einer "falschen Karte" von China entschuldigt, weil Taiwan und Teile des Südchinesischen Meers fehlten. Die Volksrepublik betrachtet die Inselrepublik Taiwan als sein eigenes Territorium.

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