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Reuters
Veröffentlicht am
08.09.2017
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Hudson's Bay will Galeria Kaufhof nicht verkaufen

Von
Reuters
Veröffentlicht am
08.09.2017

Der kanadische Kaufhof-Eigentümer Hudson’s Bay hat Spekulationen über Verkaufsabsichten der Warenhauskette zurückgewiesen.


Ein Mann verlässt in Toronto den HBC-Hauptsitz.


“Wir stehen hundertprozentig hinter Galeria Kaufhof”, sagte ein Sprecher des Konzerns in Deutschland.

Reuters hatte zuvor berichtet, dass der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa abermals ein Gebot für Galeria Kaufhof erwägt. Das Immobilienunternehmen arbeite bereits mit einer Investmentbank zusammen, um die Finanzierung für eine Offerte auf die Beine zustellen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Signa wollte sich dazu nicht äußern. Der Hudson’s Bay-Sprecher betonte: “HBC hat kein Interesse an Geschäften mit Signa.” 

Der österreichische Investor Rene Benko hatte mit seinem Immobilienunternehmen Signa 2015 die Karstadt-Warenhäuser übernommen. Benko wollte danach auch den Konkurrenten Kaufhof kaufen und damit die Idee einer deutschen Warenhaus AG wieder aufleben lassen. Dieser Plan scheiterte jedoch – den Zuschlag für die damalige Metro-Tochter Kaufhof erhielt für 2,8 Milliarden Euro Hudson’s Bay. 

Im August gab es dann Berichte, nach denen der kanadische Mutterkonzern Hudson’s Bay Company, zu dem auch Saks Fifth Avenue und Lord & Taylor gehören, Schwierigkeiten mit einem Bankenkonsortium hat, denen HBC-Europa-Chef Wolfgang Link widersprach.

Noch habe Signa kein offizielles Angebot abgegeben, sagten die Insider. Es sei auch möglich, dass das Unternehmen auf eine Offerte verzichte. Am Mittwoch (7.9.) hatte der aktivistische Investor und HBC-Aktionär Land and Buildings erklärt, es gebe einen potenziellen Käufer für den Kaufhof. Um wen es sich handelt, ließ er offen. 

Der HBC-Europa-Chef hatte am Montag (4.9.) anlässlich der Eröffnung neuer Läden in den Niederlanden die Bedeutung des Kaufhofs hervorgehoben.

“Unser Hauptaugenmerk gilt natürlich dem Mutterschiff in Europa, das ist Kaufhof.” HBC-Boss Jerry Storch hatte hinzugefügt: “Köln ist unsere Hauptstadt für Europa. Von dort aus werden wir unser europäisches Geschäft in Deutschland, Belgien und nun auch in den Niederlanden weiterentwickeln”.

Der Konzern will in den kommenden fünf bis sieben Jahren bis zu eine Milliarde Euro in Deutschland investieren. Geplant ist etwa die Modernisierung von 20 Häusern.

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