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Veröffentlicht am
14.10.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Hugo Boss launcht erste rein digitale Kollektion

Veröffentlicht am
14.10.2020

Hugo Boss hat die Arbeitsbedingungen der vergangenen Monate genutzt, um die digitale Transformation voranzutreiben. Entstanden ist dabei auch die erste vollständig digital entwickelte Kollektion. Alle Teile der Men's Pre-Fall Collection 21 können Handelspartner ab Mittwoch, 14. Oktober ordern. Auf die Verkaufsfläche soll sie im April nächsten Jahres kommen. 

Rendering zu der Pre-Fall-Kollektion. - HUGO BOSS


Mit insgesamt 105 Teilen umfasst die Kollektion alle Produktgruppen, neben Bekleidung auch Schuhe und Accessoires. Die gesamte Produktentwicklung verlief laut des Modeunternehmens rein digital – von den ersten Skizzen, der Auswahl der Materialien und Farben über das Prototyping bis hin zur fertigen Kollektion.

Um die Weichen für die digitale Zukunft zu stellen, hatten die Metzinger bereits 2017 ein Projekt unter dem Namen "Mission 3D" ins Leben gerufen. Die digitale Pre-Fall 21 Men’s Casualwear Kollektion sei deshalb ein wichtiger Meilenstein. Bis 2022 hat Hugo Boss sich zum Ziel gesetzt, rund 80 Prozent seiner Kollektionen vollständig digital zu entwickeln.

"Mit der Pre-Fall 21 Kollektion der Men’s Casualwear bieten wir als eines der ersten Unternehmen eine komplett digitale Welt rund um unsere Kollektionsentwicklung und die Order-Phase ab", kommmentiert Ingo Wilts, Chief Brand Officer Hugo Boss AG.

Avatare haben die Rolle von Fitting-Models übernommen. - HUGO BOSS


Avatare haben dabei die Funktion von Models übernommen. Dazu markiere ein digitales Lookbook einen "wichtigen Schritt nach vorne in der Zusammenarbeit" mit den eigenen Handelspartnern.

Die inhouse entwickelten, digitalen Arbeitsabläufe hätten die Möglichkeit geschaffen, in der gesamten Wertschöpfungskette flexibler zu agieren, die Go-to-Market-Zeit zu verkürzen und sich stärker und schneller an Verbrauchertrends anzupassen, so Wilts.

Zudem könne man so auf die Bedürfnisse der Handelspartner kostengünstiger und flexibler eingehen, beispielsweise durch geringere Sample-Kosten und mehr Auswahl bei der Kombination von Schnitten und Stoffen. Auch unter Aspekten der Nachhaltigkeit biete die Neuausrichtung damit klare Vorteile.

Chief Brand Officer Ingo Wilts. - HUGO BOSS


"Die fortschreitenden Entwicklungen in diesem Bereich werden zu immer nachhaltigeren Kreationsprozessen führen. Unsere Design-Teams können durch die digitalisierten Workflows eine Vielzahl an Ideen und Designs mit einem einfachen Klick visualisieren", sagt Wilts.

Auch Kundenbedürfnisse könne man mit dieser Arbeitsweise weit aus stärker in den Mittelpunkt rücken. 

Der digitale Showroom und das digitale Lookbook seien dabei die entscheidenden Verkaufstools: Das Zusammenspiel von Avataren, Styling und virtuellem Set ermöglicht es, die Marken- und Kollektionsaussage virtuell zu vermitteln, vom gesamten "Look & Feel" bis hin zur Pose.

Möglich wird dies auch durch hochauflösende Renderings, die den Faltenwurf und die Struktur des Stoffes zeigen und visualisieren, wie dieser in Realität später fällt.

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