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DPA
Veröffentlicht am
04.05.2022
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2 Minuten
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Hugo Boss legt im ersten Quartal deutlich zu

Von
DPA
Veröffentlicht am
04.05.2022

Der Modekonzern Hugo Boss ist mit deutlichen Zuwächsen in das neue Jahr gestartet. Die Investitonen in die Marke sowie in die Digitalisierung zahlen sich dabei nach Ansicht des Finanzvorstandes Yves Müller mehr und mehr aus. Die weltwirtschaftlichen Risiken lassen den Konzern jedoch vorsichtig bleiben. Die Jahresprognose wurde bekräftigt. Aktien von Hugo Boss konnten davon nicht profitieren – sie gehörten am Mittwoch zu den größeren Verlierern im Mittelwertesegment MDax.

HUGO BOSS


Im ersten Quartal verbesserte sich der Umsatz um 55 Prozent auf 772 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Metzingen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren die Geschäfte noch stark durch die Restriktionen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beeinträchtigt worden. Hugo Boss konnte aber auch die Umsätze über das Vor-Pandemie-Niveau hinaus steigern, hieß es. Wachstumstreiber waren Europa und die Region Amerika – jahrelang ein Problemkind der Schwaben. In Osteuropa entwickelte sich das Geschäft den Angaben zufolge weiter positiv, trotz des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Aussetzung der Geschäftsaktivitäten in Russland.

Das operative Ergebnis (Ebit) stieg trotz der höheren Investitionen von einer Million auf 40 Millionen Euro. Niedrigere Rabatte konnten zudem den Hugo Boss zufolge die anhaltend hohen Frachtkosten mehr als ausgleichen. Beim Konzernergebnis schrieb Hugo Boss mit 26 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von acht Millionen Euro angefallen war.

Die Jahresprognose wurde bestätigt. Hugo Boss will die Erlöse 2022 um 10 bis 15 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 3,1 bis 3,2 Milliarden Euro steigern. Dabei will das Unternehmen von seiner Runderneuerung mit der Konzentration auf die zwei modernisierten Marken Boss und Hugo profitieren. Das Ebit erwartet der Konzern bei 250 bis 285 Millionen Euro und damit 10 bis 25 Prozent höher als im Vorjahr.

Effizienzsteigerungen würden dabei die dieses Jahr geplanten Investitionen weitestgehend ausgleichen. Zudem kündigte Finanzvorstand Müller in einer Telefonkonferenz zu den Zahlen Preiserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte an.

"Wir kalkulieren weiter kaufmännisch konservativ", sagte Müller. Mit Blick auf hohe Beschaffungskosten und einer möglicherweise inflationsbedingten sinkenden Verbraucherstimmung erläuterte er, das Erreichen der Ebit-Prognose sei kein Selbstläufer. Jedoch zeigte sich Müller zuversichtlich, mit den Risiken "gut umgehen" zu können.

Trotz der guten Resultate erlitt die Aktie deutliche Kursverluste. Das Papier verlor am Vormittag mehr als vier Prozent. Analystin Louise Singlehurst von der US-Großbank Goldman Sachs schrieb in einer ersten Einschätzung zwar von einem starken Jahresstart, wies aber auch darauf hin, dass der Umsatz des Konzerns in der Region Asien-Pazifik hinter der Markterwartung zurückgeblieben sei. Im Besonderen in China sei der Umsatz auf Jahressicht bei konstanten Wechselkursen um 13 Prozent zurückgegangen. Hier hatte der Teillockdown belastet.

Positiver beurteilte hingegen RBC-Analystin Manjari Dhar die Entwicklung. Das solide erste Quartal unterstreiche die gut laufende Trendwende der Marke, schrieb Dhar. Auch bei Volker Bosse von der Baader Bank überwog die Zuversicht. Die Resultate des ersten Quartals seien sehr stark ausgefallen, schrieb er. Die Metzinger hätten die starke Dynamik vom Ende des Vorjahres fortgesetzt.

 

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