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DPA
Veröffentlicht am
05.05.2021
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Hugo Boss steuert besser durch Corona-Krise als erwartet

Von
DPA
Veröffentlicht am
05.05.2021

Der Modehändler Hugo Boss leidet weiter unter den Restriktionen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Dennoch steuert das Unternehmen zu Jahresbeginn besser durch die Krise als gedacht. Was die weitere Entwicklung angeht, zeigt sich das Management um Vorstandssprecher Yves Müller jedoch vorsichtig. Einen konkreten Ausblick gab es nicht. Am Markt zeigt man sich dennoch erleichtert. Die Aktie legte am Vormittag bis zu fünf Prozent auf knapp 40 Euro und damit den höchsten Stand seit Anfang März 2020 zu. Seit dem Mehrjahrestief im Oktober vergangenen Jahres hat sich der Kurs damit inzwischen mehr als verdoppelt.

Reuters


Die anhaltenden Schließungen des Einzelhandels vor allem in wichtigen europäischen Regionen hat das Geschäft von Hugo Boss in den ersten drei Monaten des Jahres weiter belastet. Der Umsatz sank im ersten Quartal um zehn Prozent auf 497 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Metzingen mitteilte. Jedoch gab es auch Lichtblicke. Stark zeigten sich dabei erneut die Online-Verkäufe, die weiter an Fahrt gewannen und währungsbereinigt um 72 Prozent zulegten. Dazu verzeichnete Hugo Boss eine anhaltend gute Entwicklung auf dem chinesischen Festland. Nachgefragt war insgesamt weiterhin legere Kleidung.

"Wir sind sehr solide und vielversprechend in das Jahr gestartet, obwohl die Auswirkungen der Pandemie gerade in Europa nach wie vor spürbar sind", kommentierte Müller die Zahlen. Beim Ergebnis stützte das strenge Kostenmanagement den Konzern. So sparte Hugo Boss insbesondere bei Vertrieb und Marketing. Dank dieser Maßnahmen erzielte Hugo Boss einen kleinen operativen Gewinn (Ebit) von einer Million Euro. Im Vorjahr, als die Pandemie erstmals an Wucht gewonnen hatte, hatte das Unternehmen einen Verlust von 14 Millionen Euro verbucht.

Die Zahlen fielen damit besser aus, als von Analysten befürchtet. Unter dem Strich schrieb Hugo Boss jedoch weiter rote Zahlen, auch wenn sich der Verlust von 18 Millionen Euro im Vorjahr auf acht Millionen Euro verringerte.

Für das laufende Jahr zeigte sich der Modehändler zurückhaltend. Einen präzisen Ausblick könne das Unternehmen derzeit nicht geben, hieß es. Hugo Boss begründete dies mit den weiterhin bestehenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit den verlängerten Lockdowns in wichtigen europäischen Märkten. Jedoch rechnet das Management mit einer spürbaren Erholung seiner Geschäfte im Jahresverlauf. Dabei setzt das Unternehmen auf Fortschritte der Impfkampagnen weltweit. Die erwartete schrittweise Aufhebung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens dürften die Verbraucherstimmung vor allem in der zweiten Jahreshälfte aufhellen.

Im zweiten Quartal erwartet Hugo Boss, dass sich der Umsatz im Vergleich zum besonders hart getroffenen Vorjahresquartal nahezu verdoppeln dürfte. Zudem soll das Ebit erneut positiv ausfallen.

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