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Hunkemöller geht an die Carlyle Group

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
today 11.12.2015
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Hunkemöller wird an Carlyle weitergereicht und die sehen offenbar noch mehr Wachstumspotential für den Wäschehändler
Endlich hat PAI Partners einen Käufer für die holländische Unterwäsche-Marke Hunkemöller gefunden. Bereits im Sommer gab es Gerüchte, dass es einen Weiterverkauf an ein anderes Private-Equity-Haus anstünde. Das Rennen hat nun offenbar die amerikanische Carlyle Group gemacht. Sie galt dem Hunkemöller-Management als „bestpositionierter und richtiger Partner“, um Hunkemöllers Omnichannel-Wachstumsstrategie und die weitere Expansion zu stemmen - und natürlich war es auch der Bieter, der bereit war, den von Insidern geschätzten Kaufpreis von mindestens 440 Mio. Euro zu zahlen.
Ex-Eigner PAI Partners war 2010 für 265 Mio. Euro bei Hunkemöller eingestiegen. In den letzten fünf Jahren gelang der Kette nicht nur „substantielles Wachstum“, sondern auch der Wandel vom stationären Händler zur Europas führenden Omnichannel-Wäschemarke, erklärte Philip Mountford, CEO von Hunkemöller. Er soll weiter an Bord bleiben und erwartet, dass mit Hilfe von Carlyles Netzwerk das Geschäft weiter vorangetrieben wird. Weitere Investments der Amerikaner sind das italienische Edelstrick-Label Twin-Set oder die Luxus-Sportsmarke Moncler. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Carlyle-Partner Marco de Benedetti: „Wir denke, dass das ein Deal ist, der für sich genommen schon attraktiv ist, aber es gibt immer Raum für andere Transaktionen“. Der Satz führte zu Spekulationen, dass Carlyle sich auch für die zum Verkauf stehende Marke Women’secret des spanischen Modekonzerns Cortefiel, interessieren dürfte - Synergien lägen auf der Hand. Zunächst soll aber erst einmal der Hunkemöller-Kauf finalisiert werden. Es stehen noch die Genehmigungen der Wettbewerbsbehörden aus, der Deal soll im ersten Quartal 2016 abgeschlossen werden.
Hunkemöller wurde 1886 gegründet und hat mittlerweile über 700 Stores in Europa, dem Nahen Osten und ausgewählten lateinamerikanischen Ländern. In Kürze soll die Expansion nach Indien erfolgen. Die Umsätze sind trotz herausfordernder Marktbedingungen in 2014 auf 272 Mio. Euro gestiegen, bei einem EBITDA von über 50 Mio. Euro. Die Hälfte der Erlöse wurde in Deutschland umgesetzt, wo Hunkemöller über 200 Läden betreibt.

Foto: Hunkemöller

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