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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
03.12.2019
Lesedauer
2 Minuten
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In puncto Transparenz beim Einsatz von Viskose schneiden H&M und Inditex besser ab als Dior und Prada

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
03.12.2019

Der soeben veröffentlichte aktuelle Bericht der Changing Markets Foundation zeigt ermutigende Anzeichen für die Bemühungen von Modemarken, ihre Umweltbelastung, die mit der Verwenudng von Viskose einhergeht, zu begrenzen. Die NGO verweist in diesem Zusammenhang auf die Aktivitäten von New Look, Inditex, Asos, H&M, M&S, Esprit, C&A und Next. Es wird allerdings auch deutlich, dass einige der großen Namen der Branche nicht transparent sind.


DR


Die Daten wurden von der CMF in einem gemeinsamen Prozess mit Fashion Revolution, Ethical Consumer, Clean Clothes Campaign und WeMove erhoben. Rund 90 internationale Marken und Konzerne lieferten Daten über ihren Umgang mit Viskose.

Als Alternative zu wasserintensiver Baumwolle oder Polyester auf Erdölbasis ist dieses Material auf Zellstoffbasis das dritthäufigste in der Textilindustrie. Aber dieser natürliche Ursprung verhindert keine negativen ökologischen Auswirkungen, da viele Produzenten sich lange Zeit keine Gedanken um die Ableitung ihrer Abwässer gemacht haben.

Die Changing Markets Foundation erstellt in regelmäßigen Abständen ein Dokument, das den Viskoseanteil bei der Beschaffung der befragten Marken, die Beschaffungspolitik, die Transparenz über die Lieferanten und die Zugänglichkeit von Informationen auf den Verkaufsseiten aufführt.

Nach diesen Kriterien werden vier Kategorien erstellt. Zunächst die "frontrunners", die in diesem jüngsten Ranking Esprit, Marks & Spencer, Asos, C&A, H&M, New Look, Next und Inditex sind. Gefolgt von "could do better", zu denen Gucci, Ikea, Kering, Monsoon, Stella McCartney, Tchibo, Valentino, Victoria's Secret und Yves Saint Laurent gehören.

Die dritte Kategorie lautet "trailing behind" und umfasst Abercrombie & Fitch, Adidas, American Eagle, Arcadia, Gap, Burberry, Calvin Klein, Chanel, Decathlon, Desigual, Hermès, Hugo Boss und Levi's Strauss, aber auch Louis Vuitton, Mango, Primark, Puma, PVH, Ralph Lauren, Timberland, Tommy Hilfiger, Topshop, Uniqlo, VF Corp oder Zalando.


Changing Markets Foundation


Das Ende des Rankings bildet "poor effort", mit Namen wie Amazon Clothing, Anthropologie, Armani, Boohoo, Coach, Debenhams, Dior, Dolce & Gabbana, Fendi, Forever 21 und J. Crew. Nicht zu vergessen Marc Jacobs, Michael Kors, Miu Miu, Monoprix, Nike, Prada, Versace oder Walmart.

"Es gibt eine deutliche Diskrepanz zwischen amerikanischen und europäischen Marken", stellt die CMF fest. "Kein amerikanisches Unternehmen belegte in der von europäischen Unternehmen dominierten Spitzengruppe die vorderen Plätze, während nur ein einziges amerikanisches Unternehmen (Victoria's Secret) in der zweiten Kategorie landete."


DR


Diese Verschiebung ist umso schädlicher, da – laut einer internationalen Umfrage, die die CMF im Januar letzten Jahres mit der Clean Clothes Campaign durchgeführt hat – 72 % der Verbraucher der Meinung waren, dass Marken für das, was bei der Herstellung ihrer Produkte passiert, verantwortlich gemacht werden sollten. 56 % gaben an, dass sie bereit seien, den Kauf von einer Marke aufzugeben, die mit industrieller Umweltverschmutzung verbunden ist.

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