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Indigo insolvent und auf Investorensuche

Veröffentlicht am
30.04.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Die Schwabe & Baer Entwicklungsgesellschaft mbH, die unter anderem unter der Marke Indigo hochwertige Ski und Ski-Ausrüstung produziert, hat beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb werde fortgeführt und das Unternehmen soll auf Sanierungskurs gebracht werden, erklärt die Kanzlei Pohlmann Hofmann.

Indigo ist auf Investorensuche - Indigo


Das Insolvenzgericht hat Rolf G. Pohlmann von der Münchner Kanzlei Pohlmann Hofmann am 20. April zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Pohlmann sucht jetzt gemeinsam mit der Geschäftsleitung nach einem Investor, erste Interessenten gebe es bereits.
 
"Wir haben uns direkt nach dem Insolvenzantrag ein Bild von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens machen können. Hierbei wurden bereits intensive Gespräche mit der Geschäftsleitung zu aktuell anstehenden Maßnahmen geführt. Auch wenn wir erst am Anfang des Insolvenzverfahrens stehen, so sehe ich gute Chancen für eine erfolgreiche Sanierung des Unternehmens", sagt Rolf G. Pohlmann.

Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt unter der Luxus-Eigenmarke Indigo sowie in Lizenz des Modeunternehmens Bogner hochwertige Wintersport-Artikel. Darüber hinaus fertigt und vertreibt das Unternehmen im Rahmen entsprechender Lizenzverträge Ski- und Fahrrad-Helme sowie Sport-Brillen für die Mode- und Sportmarken O’Neill, St. Moritz sowie zuletzt noch für den FC Bayern München. Die Entwicklungs-Gesellschaft wurde 2003 gegründet und hat ihren Sitz in Unterföhring bei München.

"Indigo wird sich im Rahmen des Sanierungskonzeptes vorrangig wieder auf die Kooperation mit Bogner und die Stärkung der eigenen Marke konzentrieren", erklären die beiden Geschäftsführer Schwabe und Baer.

Der Betrieb werde nach einem gemeinsamen Entschluss der Geschäftsführung und des vorläufigen Insolvenzverwalters bis auf weiteres mit der vorhandenen Mannschaft fortgesetzt. Auch der Werksverkauf in Unterföhring soll nach Ende der behördlich angeordneten Corona-Beschränkungen wieder geöffnet werden.

Eine der Ursachen für die Insolvenz waren nach Einschätzungen der Geschäftsführung die unzureichenden Einnahmen aus dem Geschäft mit lizensierten Produkten im Mittelpreissegment. Den hohen Investitionskosten seien entgegen der ersten Erwartungen keine entsprechenden Umsätze gegenüber gestanden.

Zudem kamen die Auswirkungen der Corona-Krise mit der deutlich verkürzten Ski-Saison hinzu, die den Absatz weiter einbrechen ließen. In den vergangenen Jahren hatte Indigo mit Nachordern noch erhebliches Geschäft realisiert. Trotz der Beantragung von Kurzarbeit sei der Insolvenzantrag daher nicht zu vermeiden gewesen.
 
"Jetzt gilt es neben der Aufrechterhaltung des Betriebs auch die langjährigen Lizenzgeber und Lieferanten und vor allem auch die Kunden davon zu überzeugen, der Marke Indigo weiter die Treue zu halten, Jede Neu-Order ist ein wichtiger Mosaikstein zur Rettung des Unternehmens", so Insolvenzverwalter Pohlmann.

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