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Industriegewerkschaft Metall mit Warnstreiks in der Textilindustrie

Veröffentlicht am
today 01.02.2017
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Den Start machten in der Nacht zum 1. Februar die Nachtschichten von zwölf Betrieben, überwiegend Automobilzulieferer. Punkt Null Uhr ließen rund 900 Textiler nach Ablauf der Friedenspflicht die Arbeit ruhen und zogen vor die Werkstore. Insgesamt beteiligten sich bis Mittwochnachmittag bundesweit rund 2400 Warnstreikende an den ersten IG Metall-Aktionen. Die Gewerkschaft bezeichnet sie als „Antwort auf das mickrige Angebot der Arbeitgeber“.


Gehörten zu den 2300 Textilern im Warnstreik: die Beschäftigten von Heimbach in Nordrhein-Westfalen - Foto: IG Metall


Einen starken Auftakt in die heiße Phase der Tarifrunde demonstrierten die Textiler in Nordrhein-Westfalen: In Bocholt, Düren und Krefeld legten die Nachtschichten von Ibena, Borgers, Anker und TAG die Arbeit nieder. Ihnen folgten gegen Mittag weitere Warnstreikende bei den Textilbetrieben Anker, Heimbach, Voith und CMC, bei Clear Edge GmbH in Walbeck sowie bei dem Bekleidungshersteller Brax Leineweber und Gustav Ernstmeier.

"Schluss mit Lustig" machten die Nachtschichten von Motus in Überherrn bei Völklingen sowie von Ideal Automotive in Otterberg. Vor dem Werkstor bei Modus forderte Manfred Menningen, der für die IG Metall die Verhandlungen führt, von den Arbeitgebern, endlich ein vernünftiges Angebot auf den Tisch zu legen.

Auch bei Ideal in Ingolstadt und Faurecia Autositze in Neuburg ließen die Textiler die Nacht zum Tage werden und schalteten nach Ablauf der Friedenspflicht in den Warnstreikmodus. Bei Faurecia zog die komplette Nachtschicht mit 200 Beschäftigten vor das Betriebstor zog. In Niedersachsen legten um 5 Uhr rund 100 Textiler der Firma Bremskerl in Estorf die Arbeit nieder und beteiligten sich an einem dreistündigen Warnstreik.

Mehrere Hundert Beschäftigte in Baden-Württemberg waren ebenfalls nicht in den Betrieben zu halten und folgten am frühen Morgen dem Aufruf der IG Metall. Darunter Beschäftigte des Automobilzulieferers Adient Interiors in Rastatt und des Airbag-Herstellers Global Safety Textiles (GST) in Lörrach.

IG Metall will Warnstreiks ausweiten
Die IG Metall wird in dieser und der nächsten Woche die Warnstreiks ausweiten. Ab Donnerstag sind zum Beispiel Textiler im hessischen Fulda zu Warnstreiks aufgerufen.

Mitte Januar hatten die Arbeitgeber in Bielefeld ein Angebot unterbreitet, das Manfred Menningen als "zu mickrig in der Erhöhung und zu lang in der Laufzeit" kritisiert hatte. Zur Altersteilzeit hatten die Arbeitgeber gar nichts angeboten. Die IG Metall fordert für die rund 100 000 Beschäftigten in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie 4,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Zudem strebt sie bessere Konditionen bei der Altersteilzeit an. Am 15. Februar verhandeln IG Metall und Textil-Arbeitgeber in Saarlouis in der dritten Runde weiter. Bis dahin gehen die Warnstreiks weiter

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