×
1 842
Fashion Jobs
ON RUNNING
IT Workspace Specialist
Festanstellung · BERLIN
PUMA
Senior Product Line Manager Teamsport Licensed
Festanstellung · Herzogenaurach
AESOP
Verkaufsberater - Retail Consultant | Teilzeit (20h) | Grabenstrasse, Düsseldorf
Festanstellung · Trier
AESOP
Verkaufsberater - Retail Consultant | Teilzeit (16h) | Grabenstrasse, Düsseldorf
Festanstellung · Trier
THE KADEWE GROUP
Merchandise Planner Assistent Non-Fashion/ Overstock Management (M/W/D)
Festanstellung · BERLIN
THE KADEWE GROUP
Merchandise Planner Assistant Fashion (M/W/D)
Festanstellung · BERLIN
ON RUNNING
Mobile Product Manager
Festanstellung · BERLIN
AEYDĒ GMBH
Ecommerce Coordinator (M/F/D)
Festanstellung · BERLIN
SKECHERS
Online Marketing Coordinator (M/W/D) in Vollzeit, Unbefristet
Festanstellung · DIETZENBACH
ADIDAS
Product Manager (M/F/D) - Outdoor x3
Festanstellung · Herzogenaurach
LIMANGO
Product Owner/ IT Project Manager/ IT Product Manager (M/W/D) Operations
Festanstellung · MÜNCHEN
THE KADEWE GROUP
Product Manager App (M/W/D)
Festanstellung · BERLIN
PUMA
Senior PR Manager Sportstyle Marketing
Festanstellung · Herzogenaurach
PUMA
PR Manager Corporate Communications
Festanstellung · Herzogenaurach
ADIDAS
Senior Product Owner Workplaces (M/F/D)
Festanstellung · Herzogenaurach
ESPRIT EUROPE GMBH
Merchandise Manager Lizenzen (M/W/D)
Festanstellung · Ratingen
ESPRIT EUROPE GMBH
Merchandise Manager Licenses (M/F/D)
Festanstellung · Ratingen
LEVI'S
IT Business Analyst (M/W/D)
Festanstellung · Dorsten
AEYDĒ GMBH
Art Director/ Graphic Designer (M/W/D)
Festanstellung · BERLIN
THE KADEWE GROUP
(Junior) Sap Authorization Consultant (M/W/D)
Festanstellung · BERLIN
THE KADEWE GROUP
Brand Relations Manager (M/W/D) im E-Commerce
Festanstellung · BERLIN
ON RUNNING
Talent Business Partner Lead
Festanstellung · BERLIN
Von
DPA
Veröffentlicht am
29.07.2021
Lesedauer
2 Minuten
Teilen
Herunterladen
Artikel herunterladen
Drucken
Drucken
Textgröße
aA+ aA-

Information oder Schleichwerbung? BGH prüft Instagram-Postings

Von
DPA
Veröffentlicht am
29.07.2021

Sie posten auf Instagram Fotos und Videos von sich Zuhause, auf Reisen oder von Mode- und Fitnesstrends – und Hinweise, auf welche Mittelchen sie schwören oder wo sie die schicke Tasche gekauft haben. Ist das noch Information oder schon Schleichwerbung? Der Bundesgerichtshof (BGH) prüfte das am Donnerstag anhand von drei Influencerinnen; darunter Cathy Hummels, die Ehefrau von Fußball-Star Mats Hummels. Sie wurden vom Verband Sozialer Wettbewerb verklagt (I ZR 126/20, I ZR 90/20, I ZR 125/20). Das Urteil wird am 9. September verkündet, teilte das Gericht mit.

Cathy Hummels war in zwei Instanzen erfolgreich. - Instagram / cathyhummels


Um was geht es?

Cathy Hummels (I ZR 126/20) sowie zwei weitere Influencerinnen aus Hamburg und Göttingen veröffentlichen auf Instagram regelmäßig Beiträge mit sogenannten Tap Tags, die auf Firmen und Marken verweisen. Ein Click – und man ist direkt beim Instagram-Profil des Produkts. Für den Wettbewerbsverband ist das unzulässige Schleichwerbung; er fordert Unterlassung und Abmahnkosten.

Was ist das Problem?

Werbung muss gekennzeichnet werden. Doch was ist kommerziell und was privat? Das ist bei Influencerinnen schwer zu unterscheiden. Nach Angaben der Medienrechtskanzlei Wilde-Beuger-Solmecke sind Postings dann Schleichwerbung, wenn redaktionelle Texte und Werbung sich nicht deutlich absetzen. Auch ohne Gegenleistung könnte man von einem Posting profitieren – etwa durch eine Firmenkooperation in spe.

Warum muss der BGH sich damit befassen?

Bislang urteilen Gerichte sehr unterschiedlich. Eine höchstrichterliche Grundsatzentscheidung steht noch aus.

Wie haben die Vorinstanzen entschieden?

Cathy Hummels (über 600 000 Instagram-Abonnenten) war in zwei Instanzen erfolgreich. Die Posts seien nicht "unlauter im Sinne des Wettbewerbsrechts", so das Oberlandesgericht (OLG) München. Dabei geht es nur um Produkte, für die Hummels keine Gegenleistungen erhalten hat, darunter ein blauer Stoff-Elefant ihres Sohnes Ludwig. Andere Beiträge kennzeichnet sie als "bezahlte Partnerschaft".

Eine Fashion-Influencerin aus Hamburg (3,6 Millionen Abonnenten) unterlag vor dem Landgericht, bekam aber vom OLG recht: Die Tap Tags seien nicht wettbewerbswidrig, weil der kommerzielle Zweck deutlich sei. Auch sei nicht klar, ob die Influencerin für sie Gegenleistungen erhalten habe.

Eine Göttingerin (150 000 Abonnenten), die Fitness- und Ernährungstipps postet, unterlag zweimal. Die fehlende Kenntlichmachung könnte Verbraucher zu geschäftlichen Entscheidungen veranlassen, die sie sonst nicht treffen würden, so das OLG. Die Influencerin hat unter anderem wegen einer Himbeermarmelade Ärger bekommen.

Welche Folgen hat der Karlsruher Richterspruch?

Fraglich ist, ob Promis künftig Produkte und Dienstleistungen noch empfehlen können, ohne Abmahnungen zu riskieren. Es sei wichtig, Posts als Werbung zu kennzeichnen, wenn Geld floss oder es Gegenleistungen gab, sagt Cathy Hummels. "Aber genauso wichtig ist es, dass man auch seine freie Meinung noch entfalten kann."

Es geht nicht nur um die drei Frauen: Der Verband hat zahlreiche Influencer wegen Schleichwerbung abgemahnt. Auch Pamela Reif (8 Millionen Abonnenten), die unter anderem Fitnessprodukte bewirbt, hofft auf den BGH: Sie musste vor dem OLG Karlsruhe eine Niederlage einstecken.

Copyright © 2022 Dpa GmbH