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Veröffentlicht am
20.10.2020
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Instagram, YouTube und Zoom erstmals unter den Top100 von Interbrand's Best Global Brands 2020

Von
DPA
Veröffentlicht am
20.10.2020

Interbrand veröffentlicht die diesjährige Ausgabe ihrer renommierten Markenbewertung: Die "Best Global Brands 2020".

Interbrand


Spürbar geprägt von den Entwicklungen der globalen Pandemie sowie des Klima- und sozialen Wandels, sieht Interbrand die Social Media- und Kommunkationsmarken als klare Gewinner der Krise. So rücken Instagram (#19), YouTube (#30) und Zoom (#100) zum ersten Mal in die Rangliste der 100 wertvollsten globalen Marken auf. Tesla gehört ebenfalls zu den stärksten Profiteuren der Krise: Nachdem die E-Mobility Marke von Elon Musk zuletzt 2017 in dem Ranking vertreten war, schafft es Tesla 2020, mit einem Markenwert von 12'785 Millionen US-Dollar wieder auf Platz 40.

Eine positive Bilanz können auch die großen Entertainment-Marken aus den letzten Monaten ziehen: So konnte Spotify (#70) seinen Markenwert um 52 Prozent auf 8'389 Millionen US-Dollar steigern - und damit ganze 22 Plätze im Ranking gutmachen. Ähnlich gut lief das vergangene Jahr für Netflix. Ein Wachstum des Markenwerts um 41 Prozent auf 12'665 Millionen US-Dollar bedeutet Platz 41 für den Streaming-Riesen (2019: #65). Das Erfolgsrezept von Spotify, Netflix und vielen weiteren der 2020 wachsenden Marken sind dabei insbesondere Abonnement- und On-Demand-Modelle. So konnten diese Marken das durch Corona geschwächte Anzeigengeschäft gut kompensieren.

Die Top10



Die beste Perfomance von allen 100 Marken schaffte in den vergangenen 12 Monaten mit einem Wachstum des Markenwerts um 60 Prozent: Amazon (#2; Markenwert 200'667 Millionen US-Dollar). Während das Ranking auch in diesem Jahr von Apple angeführt wird, hat es Microsoft (166'001 Millionen US-Dollar) geschafft, Google (#4) zu überholen und sich so den dritten Platz im Ranking zu sichern. Damit fällt Google zum ersten Mal seit 2012 aus der Riege der besten drei Marken. Zeitgleich hat Samsung (62'289 Millionen US-Dollar) zum ersten Mal überhaupt den Sprung unter die besten fünf geschafft.

Die übrigen Marken der Top10 setzen sich aus Coca-Cola #6 (56'894 Millionen US-Dollar), Toyota #7 (51'595 Millionen US-Dollar), Mercedes-Benz #8 (49'268 Millionen US-Dollar), McDonald's #9 (42'816 Millionen US-Dollar) und Disney #10 (40'773 Millionen US-Dollar) zusammen. Insgesamt teilen diese zehn wertvollsten Marken 50 Prozent des Werts des gesamten Rankings unter sich auf.

Die deutschen Marken



Die 11 deutschen Marken im Ranking zeigen 2020 ein wechselhaftes Bild. Nur SAP schafft in diesem Jahr mit 12 Prozent ein zweistelliges Wachstum. Allianz verzeichnet ein Plus von 7 Prozent, DHL legt um 5 Prozent zu. Siemens und Adidas schaffen nur ein geringes Wachstum von 2 Prozent und 1 Prozent. Für die deutschen Automobilikonen sind die Ergebnisse weniger positiv. Während Mercedes-Benz (#8; -3 Prozent) und BMW (#11; -4 Prozent) zwar ihre Vorjahresplätze verteidigen können, fallen alle anderen Marken im Ranking durchschnittlich um 5 Plätze. Volkswagen (#47; -5 Prozent) und MINI (#95; -10 Prozent) verlieren dabei am stärksten. Audi (#44; -2 Prozent) und Porsche (#55; -3 Prozent) verzeichnen vergleichsweise geringe Verluste. Im Vergleich mit dem internationalen Wettbewerb schneiden die deutschen Automobilmarken jedoch deutlich besser ab, als viele Konkurrenten, wie beispielsweise Honda (#20; -11 Prozent), Ford (#42; -12 Prozent), Nissan (#59, -8 Prozent) oder KIA (#86; -9 Prozent).

Der Corona-Effekt



Der Einfluss der Corona-Pandemie schlägt sich auch in den "Best Global Brands 2020" spürbar nieder. So verlieren insbesondere die Marken stark an Wert, die in ihrem Kerngeschäft hart vom "Lockdown" getroffen wurden. Für die Fashion- & Retail-Marken Zara (#35) und H&M (#37) bedeutet das Verluste in Höhe von 13 bzw. 14 Prozent und einem Abstieg von je 6 Plätzen im Ranking. Ähnlich geht es den Luxus-Marken: Nachdem diese in den vergangenen zwei Jahren konstant wachsen konnten, geht der Trend 2020 in die entgegengesetzte Richtung. Mit Ausnahme von Hermes (#28) verlieren alle Luxus-Marken zwischen 1-9 Prozent ihres Werts.

Andererseits führen geschlossene Geschäfte und reduzierte Verkaufsflächen zu einem messbaren Wachstum bei den Logisitk-Marken. UPS (#24), FedEx (#75) und DHL (#81) wuchsen im Schnitt um 5 Prozent und profitierten so besonders von der gestiegenen Anzahl der Online-Bestellungen.

Ein ebenfalls positiver Corona-Effekt zeigt sich bei den Finanzdienstleistern. Der rasante Popularitätsanstieg bargeldloser Zahlungsmethoden sowie kurzfristig eingeführte Förderprogramme für lokale Unternehmen haben beispielsweise das Vertrauen in die Finanz-Marken Paypal (#60), Visa (#45) und Mastercard (#57) deutlich steigen lassen. Alle drei Marken konnten ein kräftiges Wachstum verzeichnen und im Ranking jeweils um 12, 10 und 5 Plätze aufsteigen.

"Auch in Krisen wie der aktuellen haben starke Marken die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen, Mut zu machen und Chaos einen Sinn zu verleihen", so Charles Trevail, Global CEO von Interbrand. "Der Schlüssel hierzu liegt in drei Dimensionen: Leadership, Engagement und Relevance. Nur wenn Marken diese erfüllen, können sie auch in einer sich rasant verändernden Welt ihre Märkte erfolgreich anführen."

"Wir erleben derzeit aus erster Hand, welchen Beitrag eine starke Marke zur Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens leisten kann", kommentiert Simon Thun, CEO von Interbrand in Central & Eastern Europe. "So haben sich beispielsweise die deutschen Automobilmarken, deren Branche insgesamt sehr hart von der Krise getroffen wurden, sehr gut geschlagen. Die Gründe hierfür liegen neben guten strategischen Entscheidungen auch darin, dass diese Marken über Jahre hinweg kontinuierlich aufgebaut und gestärkt wurden."

Der Gesamtwert des Rankings



Der Gesamtwert des Rankings ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent auf 2'336'491 Millionen US-Dollar gestiegen. Die größten Treiber dieses Wachstums sind dabei insbesondere die Technologie-Marken. Das durchschnittliche Wachstum aller Marken, die eine positive Entwicklung verzeichnen können, liegt bei 14 Prozent. Das durchschnittliche Wachstum der Technologie-Marken liegt mit 20 Prozent deutlich über diesem Mittelwert. Die Top3 Marken machen insgesamt 30 Prozent des Gesamtwertes des Rankings aus, wohingegen diese 2010 lediglich mit 16 Prozent zum Gesamtwert beitrugen.

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