Interparfums beflügelt durch neues Parfümangebot

Für die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2013 (Stichtag: 30. Juni) veröffentlicht Interparfums einen Umsatz in Höhe von 218 Millionen Euro. Burberry hat vom Rückkaufsrecht der Parfümlizenz mit Interparfums Gebrauch gemacht und wurde deshalb im Umsatz des Herstellers und Vertreibers von Parfums unter Lizenz nicht berücksichtigt. Unter dem Strich ergibt dies somit einen Umsatz von 120 Millionen Euro, was einem Plus von 13,3 % entspricht.


Visual: Montblanc Legend.


„Wir haben ein sehr gutes erstes Halbjahr hingelegt, insbesondere durch die Einführung der neuen Duftlinien Lanvin Me, Flash von Jimmy Choo und den steigenden Erfolg von Montblanc Legend“, erklärt Interparfums-Chef Philippe Benacin. Auf die einzelnen Marken aufgeteilt verzeichnete Lanvin einen Umsatz in Höhe von 33,8 Millionen Euro (+15 %), Jimmy Choo erreichte 27,2 Millionen Euro (+45 %) und Montblanc 28,2 Millionen Euro (+28 %). Legend von Montblanc erreichte im ersten Halbjahr gar seinen anvisierten Jahresumsatz. „Innerhalb der nächsten zwei Jahre dürfte die Linie zur stärksten Marke der Gruppe aufsteigen“, ist Benacin überzeugt.

Der Konzern glaubt auch an das hohe Potenzial von Repetto. Das Parfüm wurde im vergangenen Juni in Frankreich zuerst an den Pariser Flughäfen eingeführt, und ist seit dem 1. Juli vergangenen Jahres im ganzen Land erhältlich. Der erste Duft der ursprünglichen Ballettmarke hat „für den Interparfums-Konzern den besten Produktstart in Frankreich hingelegt“. Bereits im Einführungsjahr dürfte diese neue Lizenz mindestens 6 Millionen Euro einbringen.

Das von Olivier Polge für IFF hergestellte Parfüm, das von einer umfangreichen Multichannel-Werbekampagne (Kino, TV, Bushaltestellen) begleitet wurde, findet bereits jetzt bei einer sehr breit gefächerten Kundschaft in Frankreich und im Ausland Anklag. Die internationale Karriere des Dufts wird jedoch erst im September so richtig gestartet, mit der Einführung in 15 weiteren Ländern ab Februar 2014. 2014 ist für Interparfums zudem das Jahr der Karl Lagerfeld-Parfums, die zuvor von Coty vertrieben wurden.

Der Abgang von Burberry kann die optimistische Stimmung der Führungsspitze von Interparfums also nicht trüben. Die Jahresprognose wurde denn auch um 20 Millionen Euro auf 320 Millionen Euro aufgestockt. Auch das Betriebsergebnis dürfte „außergewöhnlich“ hoch ausfallen. Doch der stellvertretende CEO des Unternehmens, Philippe Santi, erinnert daran, dass 2014 das erste wirklich normative Jahr wird.

Und auch wenn der Konzern im vergangenen März nicht wirklich zu verheimlichen versuchte, dass er gerne weitere Lizenzen und/oder Luxusmarken (insbesondere Spirituosen) aufkaufen möchte, so gibt er sich nun gemäßigter. Offiziell heißt es nun, dass nichts eile und Interparfums mit dem gegenwärtigen Produktportfolio im Zwei- oder Vierjahreshorizont einen Umsatz in Höhe von 350 bis 400 Millionen Euro erzielen dürfte.



*Der Austritt ist seit März 2013 effektiv, auch wenn Interparfums im zweiten Halbjahr die bestehenden Lagerbestände der Burberry-Produkte verkauft.

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