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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.11.2021
Lesedauer
4 Minuten
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Jacques-Antoine Granjon (Veepee): "Wir wollen uns von der Abhängigkeit der Marken-Lagerbestände lösen"

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
23.11.2021

Nach 20-jährigem Bestehen muss sich Veepee der Krise anpassen und sich angesichts des tiefgreifenden Wandels der Branche neu positionieren. Mit einem Fuß in Marketplaces, Second-Hand und anderen Angeboten erhofft sich das Unternehmen eine größere Unabhängigkeit von den Lagerbeständen der Marken. Mitbegründer und CEO Jacques-Antoine Granjon sprach mit uns über die Strategie seines Unternehmens.


Jacques-Antoine Granjon - Veepee


FashionNetwork: Welche Auswirkungen hatte die Gesundheitskrise auf die Geschäftstätigkeit von Veepee?
 
Jacques-Antoine Granjon: Die Geschäftstätigkeit der meisten Marken kam vollständig zum Stillstand, die meisten Unternehmen mussten ihre physischen Verkaufsstellen schließen. Sie hatten riesige Lagerbestände und suchten nach alternativen Verkaufskanälen, um diese abzusetzen. Da sind wir eingesprungen. Parallel dazu haben die Marken jedoch ihre Organisation umgestellt, um die Abhängigkeit von ihren physischen Netzwerken zu schmälern und digitale Plattformen zu entwickeln, auf denen sie ihre Produkte anbieten können. So haben sie schneller auf den digitalen Kanal umgestellt, wo zuvor meist nur ein Teil des Angebots online erhältlich war. Wir befinden uns in einer Situation, von der ich nicht sagen kann, ob sie konjunkturell oder strukturell ist.
Zum Ende der Krise sind somit weniger Restposten vorhanden. Die Marken haben gelitten, es kam zu Liquiditätsproblemen und manche Kollektion wurde erneuert … Die Lagerbestände einiger Unternehmen werden 2022 sogar für ihren eigenen Bedarf knapp sein. So sieht die Situation heute aus. Das ist ein bedeutendes und besorgniserregendes Thema für Veepee.

FNW: Das Geschäftsjahr 2021 wird somit ein Übergangsjahr?

JAG: Wir spüren es bereits jetzt: Es gibt weniger Restposten zu verkaufen. Doch genau das ist unser Rohstoff, darum kämpfen wir mit unseren Mitbewerbern. Wir haben ein sehr gutes erstes Halbjahr 2021 abgeschlossen, doch die zweite Jahreshälfte gestaltet sich schwieriger. Weniger Lagerbestände = weniger Transaktionen. Und ab Ende Mai verspürten wir eine gewisse Internet-Müdigkeit, die Kunden hatten das Bedürfnis, wieder in die Läden zurückzukehren. Seit Oktober ist diese Müdigkeit wieder verschwunden. Wir werden dieses Jahr somit einen etwas geringeren Umsatz erzielen als im Vorjahr, aber das ist ganz normal. Unsere Herausforderung heute ist es, Veepee von der Abhängigkeit der Lagerbestände der Marken zu lösen. Es ist uns bewusst, dass dies einen Schwachpunkt darstellt. Deshalb müssen wir unsere Tätigkeit weiter diversifizieren.

FNW: Die Marken wollen weniger produzieren. Ist das ein Problem für Veepee?

JAG: Ab 2022 werden sich die Zahlen stabilisieren. Dann werden wir wissen, ob wir aus einem Konjunkturwandel hervorgehen oder ob wir mit einem strukturellen Wandel der Branche konfrontiert sind. Die Lagerbestände sind nicht unendlich. Aber ich denke nicht, dass sie ganz verschwinden werden. Wachstumsstarke Marken werden immer große Lager-Puffer benötigen, um ihre Verkaufsstellen zu beliefern. Es stimmt, dass die Marken ihre Produktion tendenziell immer besser beherrschen. Deshalb müssen wir daran arbeiten, weniger von den Lagerbeständen der Marken abhängig zu sein. In diesem Sinne entwickeln wir auch die Brandsplace (Marketplace von Veepee).

FNW: Wie steht es um Brandsplace seit der Einführung im Jahr 2019?
 
JAG: Die Brandsplace ist ein Ort, an dem die Marke entscheidet und ihre eigenen Aktionen für die laufenden Kollektionen durchführt. Nach langen Verhandlungen haben wir einen Vertrag mit 20 Marken aus vier Sparten der L’Oréal-Gruppe abgeschlossen (Haarpflege, Apotheke, Luxus und Konsumgüter). Diese können wir jeden Tag anbieten und Sie können sie im selben Einkaufskorb bestellen. Das ist einzigartig. Die Brandsplace generierte in diesem Jahr EUR 200 Millionen Umsatz. Und unsere Ziele sind sehr ehrgeizig. Wir sind keine Suchmaschine. Wir sind eine Event-Website. Unsere Brandsplace bietet dauerhafte Verkaufsaktionen. Und plötzlich merkt der User, dass er auf Veepee alles finden kann. Zu dieser Erkenntnis müssen wir unsere Mitglieder führen.



Die Brandsplace von Veepee generiert in diesem Jahr EUR200Millionen Umsatz - Veepee


FNW: Welche Ziele verfolgen Sie für In-shop und Re-cycle, Ihr Second-Hand-Abenteuer?
 
JAG: Das Modell von Veepee stützt sich zunächst auf den Verkauf von Produkten, die die Marken in ihren Warenlagern aufbewahren. Dann verkaufen wir mit In-Shop auch Produkte, die sich in den Läden befinden. Und mit Re-cycle werden wir nun Artikel verkaufen, die in den Schränken unserer Mitglieder schlummern. Die erste Aktion fand mit Aigle statt, darauf folgten viele andere wie Villebrequin, Timberland, DCM Jennyfer, Hipanema, Petit Bateau usw. Wir haben mit 30 Aktionen fast 150 000 Stücke zusammengebracht. Wir haben spezifische Maschinen gekauft, um die Artikel zu sortieren, waschen, bügeln, fotografieren … und bald, um sie bei spezifischen Verkaufsaktionen wieder zum Verkauf anzubieten. Für eingesandte Produkte geben die Marken den Mitgliedern einen Gutscheincode, der in ihrem Vertriebsnetz oder Onlineshop eingelöst werden kann. Längerfristig rechnen wir mit einem Re-cycle-Event pro Tag.

FNW: Werden durch diese Änderungen Amazon, Zalando und andere langsam zu Ihren Konkurrenten?

JAG: Amazon ist das pure Bedürfnis: Man findet alles, da ist die Angebotstiefe, es handelt sich um das absolute Search-Modell. Das ist nicht unser Modell. Zalando ist ein Modehändler zu günstigen Preisen. Auch das entspricht unserer Tätigkeit nicht. Natürlich machen sie auch Zalando Privé, mit aktuellen Kollektionen, die den Marken abgekauft werden, um sie zum Saisonende zu verkaufen, doch auch das ist eine andere Funktionsweise.
Unser Modell ist klar: Marken, qualitative Lagerartikel, die in einem kreativen Umfeld inszeniert werden und starke Reduktionen aus Werbe- oder Frequenzgründen. Wir schaffen tägliche Verkaufsaktionen, deren Qualität einen starken Traffic im Dienst der Marken generiert.

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