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Jean-Marc Loubier: „Markencodes ergeben nur dann Sinn, wenn sie auch interpretiert werden“

Veröffentlicht am
today 21.10.2012
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Der Präsident der Fung Brands Gruppe, die das Lederwarenlabel Delvaux sowie Robert Clergerie und Sonia Rykiel übernommen hat, spricht anlässlich der Eröffnung des neuen Robert Clergerie-Stores in Paris über die jüngsten Ereignisse dieser Marken.

FashionMag.com: Clergerie ersetzt den Rykiel-Schuhstore in Paris und Delvaux nimmt neu Clergerie-Artikel in Brüssel auf. Investieren Sie eigentlich nur in symbiotische Unternehmen?
Jean-Marc Loubier: Jeder Investmententscheid stützt sich ja auf mehrere Faktoren: Die Echtheit einer Marke, ihre Strategie, ihr Image und ihre Identität. Anschließend gibt es natürlich Verbindungen zwischen den verschiedenen Labels der Gruppe, die wir hervorheben und fördern können. So besitzt Robert Clergerie beispielsweise ein Werk in der Nähe von Lyon, nur 50 km von der französischen Produktionsadresse von Delvaux entfernt. Der technische Direktor von Delvaux begibt sich regelmäßig in das Clergerie-Werk, um Organisation und Produktion zu unterstützen, oder die Teams bei technischen Fragen oder administrativen Belangen zu beraten.


DR



FM: Sie haben im Hause Rykiel unlängst einen neuen Creative Director ernannt. Wird sich das Label nun von seinen ursprünglichen Markencodes wegbewegen?
JML: Nein, ganz im Gegenteil. Wenn man eine Marke übernimmt, dann eben gerade weil einem ihre Codes zusprechen. Markencodes ergeben aber nur dann Sinn, wenn sie auch interpretiert werden. Das ist die Aufgabe von Geraldo da Conceicao für nächsten März. Wie Sie wissen, haben wir mit dieser Marke Großes vor. Gemeinsam mit dem neuen Chef Eric Langon sowie dem neuen Verkaufs- und Kommunikationsteam werden wir das Label wieder modern ausrichten.

FM: Wird dieses Konzept anschließend auf andere Stores angewendet?
JML: Wir möchten vor allem vermeiden, die Entwicklung so fortzuführen, wie dies bereits seit dreißig Jahren getan wurde. Die Stores sind zwar wirklich gelungen, doch nach einer Weile gleichen sie sich alle. Deshalb begehen wir heute mit unseren Marken einen neuen Wachstumsweg. Der führt natürlich über starke Kollektionen, aber vor allem über einzelne Stores, die sich klar von den anderen unterscheiden und jeweils ein maßgeschneidertes Angebot haben. Wir wollen nicht einfach identische Stores anhäufen, sondern in individualisierte Verkaufspunkte investieren, die den spezifischen Eigenheiten der Umgebung Rechnung tragen.

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