Jeans, die aus Plastikmüll sind

Viele Modelabels zeigen sich durchaus kreativ in der Verwendung ressourcenschonender Rohstoffe oder wiederverwerteter Materialien. Die Bio-Baumwolle ist schon längst nicht mehr der einzige Stoff für nachhaltige Mode-Kollektionen. So gibt es bspw. vegane Lederjacken aus Rhabarberleder oder Kork. Lyocell, was nichts anderes ist als eine ressourcenschonend aufgearbeitete Zellulosefaser, findet man immer häufiger in Sportbekleidung. Konzerne wie Patagonia und H&M arbeiten daran, Kleidung aus Altkleidern und Wollabfällen, die zu neuen Garnen versponnen wurden, zu verwenden. Mehr und mehr zum Einsatz kommt recyceltes Polyester, das in der Regel aus alten PET-Flaschen gewonnen wird. Outdoor-Anbieter wie Northface, Fjallraven oder Patagonia nutzen dies, um daraus Fleece-Produkte zu fertigen.

„Turning the tide on ocean plastic pollution“ - Gezeitenwechsel für die Plastikverschmutzung der Meere



G-Star RAW for the oceans: Pharrell Williams hatte die Idee für den Mix aus Bomber-Taucherjacke
Für einige Furore sorgte G-Star Raw letztes Jahr, als das niederländische Label in Florenz seine neue Kollektion „G-Star for the Oceans“ präsentierte. Das Projekt hatte es in mehrfacher Hinsicht in sich: Zum einen wurde damit erstmals eine modische und innovative Jeans-Kollektion einer bekannten Labels vorgestellt, zum anderen handelte es sich beim Ausgangsstoff nicht nur um (einfach) gesammelte PET-Flaschen, sondern aus dem Meer gefischtem Plastikmüll. Überdies involvierte sich US-Sänger Pharrell Williams höchstpersönlich als Co-Designer und Mitbegründer der Firma Bionic Yarn, die den Stoff aus dem Meeresmüll herstellt. Diesen Herbst wurde die Kollektion bereits zum dritten Mal lanciert. Bislang wurden durch die G-Star RAW for the Oceans-Kollektionen schon über 2 Millionen PET-Flaschen an den Küsten von Indonesien und Australien aus dem Wasser gefischt und aufbereitet. Viele namhafte Händler ließen sich von der Story überzeugen und führen die Kollektion, in Deutschland bspw. der Onlineshop Fashion ID. Neben Jeanshosen und -jacken enthält die Kollektion auch Sweatshirts, T-Shirts oder die charakterstarke Occotis HDD Bomberjacke, für die Willams die Vorlage lieferte. Erkennungszeichen der Kollektion ist der kleine Oktopus, der mal als Aufnäher, Print oder Logo-Fähnchen auftritt.


Foto: G-Star RAW for the Ocean

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