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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
17.03.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Johnny Coca verlässt Mulberry

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
17.03.2020

Johnny Coca tritt von seinem Posten als Kreativdirektor des britischen Mode- und Accessoires-Hauses Mulberry zurück, wie am Dienstag bekannt gegeben wurde.

Mulberry - Herbst/Winter2017 - Womenswear - London - © PixelFormula - DR


Der in Spanien geborene und mehrsprachige Designer wird Mulberry Ende März, etwa fünf Jahre nach seinem Amtsantritt, verlassen. Bevor er zu Mulberry kam feierte er – unter der damaligen Kreativdirektorin Phoebe Philo – große Erfolge bei Celine. Davor hatte er auch an der Seite von Marc Jacobs bei Louis Vuitton gearbeitet.
 
Unter seiner kreativen Leitung erlebte das in London ansässige Unternehmen eine Phase der internationalen Expansion. Mulberry brachte ikonische Taschen auf den Markt, darunter die Modelle "Amberley" und "Iris", erweiterte seine Brillen- und Sneaker-Linien und leitete den Relaunch der Accessoire- und Schmucklinien für Herren ein.

"Ich habe meine Zeit mit dieser traditionsreichen britischen Marke sehr genossen und möchte den fantastischen Teams und allen danken, die mich während meiner Zeit hier unterstützt haben. Ich bin stolz auf alles, was wir erreicht haben, und auf die Kollektionen, die wir geschaffen haben. Die Leidenschaft und Hingabe, die ich bei Mulberry gesehen habe, war unglaublich, und ich fühle mich geehrt, Teil der Geschichte der Marke gewesen zu sein", sagte Coca in einer Pressemitteilung.
 
In den vergangenen fünf Jahren hat Mulberry im Rahmen der internationalen Expansion der Marke eine Reihe von Verbraucher-Events in Großbritannien, Japan, Südkorea, Nordamerika, Europa und Australien veranstaltet. 
 
"Cocas letzte Kreationen für die Marke werden mit der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2021 enthüllt. Mulberry hat mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen", so die Marke in der Pressemitteilung.

Im Rahmen der jüngsten Londoner Modewoche veranstaltete Johnny Coca ein dreitägiges Event im Mulberry Store auf New Bond Street. In der "Made to Last"-Abteilung des Ladens waren die Besucher eingeladen, in die Welt der Luxuslederwaren einzutauchen. Zu diesem Anlass hatte das Unternehmen einen Teil seiner Fabrik in Somerset in sein Londoner Geschäft verlegt, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, die handwerklichen Herstellungstechniken seines neuen Handtaschenmodells "Portobello" aus 100% umweltfreundlichem Leder zu entdecken. Im Anschluss daran sprach Johnny Coca mit den Gästen über Kreativität und Nachhaltigkeit.

Ein Look der Mulberry SS 2020-Kollektion - Photo: Mulberry (instagram @mulberryengland) - Mulberry


Der sympathische und beliebte Coca erntete allgemein viel positive Kritik. In seinen Kollektionen vermischte er historische Anspielungen – von der englischen Renaissance über die provinzielle Eleganz seiner Wahlheimat – mit It-Girl Glam und einer rebellischen Attitude.
 
"Ich möchte Johnny für alles danken, was er in den letzten fünf Jahren zur Marke beigetragen hat. Johnnys kreative Vision war ein Schlüsselelement bei der Umsetzung unserer Strategie zur Entwicklung von Mulberry als internationale Lifestyle-Marke", fügte Thierry Andretta, CEO von Mulberry, hinzu.
 
"Wir bereiten uns darauf vor, im Jahr 2021 unser 50-jähriges Bestehen zu feiern. Wir setzen unsere strategischen Bemühungen zur Entwicklung von Mulberry als globale Luxusmarke fort. Wir haben uns der Herstellung von umweltfreundlichen und innovativen Produkten verschrieben, unterstützt durch ein starkes internes Kreativteam und unser Omni-Channel-Geschäftsmodell, das in erster Linie auf dem Direktverkauf an Verbraucher auf der ganzen Welt basiert", fuhr er fort.
 
Obwohl Mulberry nach wie vor eine der bekanntesten Marken Großbritanniens ist, die für ihre britische Ästhetik und ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt ist, kämpft die sie damit, sich als echte internationale Prestigemarke neu zu erfinden, was eine Rückkehr zur Rentabilität verhindert. Im September 2016 befanden sich die Aktien auf einem Höchststand von 1132,50 Pence; derzeit werden diese an der Londoner Börse nur noch mit 147 Pence gehandelt.

Im Februar kaufte der britische Investor Mike Ashley über seine Kaufhauskette House of Fraser, die die Marke seit vielen Jahren vertreibt, einen Anteil von 12,5% an Mulberry.
 
Laut seines letzten Geschäftsberichts verzeichnete Mulberry einen weltweiten Umsatzrückgang von 2% auf 166 Millionen Pfund (182,7 Millionen Euro) per Ende März 2019, sowie einen Verlust von 5 Millionen Pfund.

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