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Kann ich mit Karte bezahlen? – Aber sicher doch!

Veröffentlicht am
today 19.05.2010
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Das im Modehandel beliebteste akzeptierte Zahlungsmittel ist die Zahlung mit der Girocard. 37,5 Prozent der vom Textileinzelhandelsverband BTE befragten Händler nach dem elektronischen Lastschriftverfahren (16,2 Prozent) und der Kreditkarte (9,5 Prozent). Bei Textildiscountern werden über Dreiviertel des Umsatzes in Bar abgewickelt und knapp 20% der Discounter akzeptieren das elektronische Lastschriftverfahren.
 
Dabei ist die Zahlungsmethode mit dem elektronischen Lastverfahren (ELV) deutlich günstiger und sicherer als Girocards oder Kreditkarten. Nach einer Erhebung des BTE und des EHI Retail Institutes betrug die absolute Ausfallquote bei ELV (nach Mahnungen etc.) 0,065 Prozent der nicht versicherten Lastschriftumsätze. 2008 waren es noch weniger, nämlich 0,057 Prozent.
Die Ausfallquote bei Rücklastschrifen vor Mahnungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht, von 0,19 Prozent auf 0,24 Prozent. Ein Viertel aller Rücklastschriften können also nach Mahnungen oder Inkassoverfahren eingebracht werden – auch wenn dies sehr kosten- und zeitaufwendig ist. Die Absicherung gegen solche Ausfälle ist mit 0,15 bis 0,25% vom Lastschriftumsatz viel geringer als bei der Autorisierungsgebühr bei der Girocard, die 0,3% beträgt.
Das ELV hat auch juristischer Ebene Fortschritte gepunktet. Das Bundeskartellamt hat Ende April angemerkt, dass die Abschaffung des ELV „aufgrund einer gemeinsamen Entscheidung einer Marktseite … kartellrechtlich problematisch“ sei. Schließlich sei das ELV am Markt entstanden und sehr preisgünstig. Ob das ELV auch europaweit Einzug halten darf, ist noch unsicher. Der BTE versucht sich weiter dafür auf europäischer Ebene einzusetzen.

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