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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
26.09.2012
Lesedauer
3 Minuten
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Karstadt macht wieder Spaß

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
26.09.2012













„Wow, you have Kurt Geiger“, diesen Satz hörte Karstadt-Filialgeschäftsführer Michael Noss in den letzten Tagen häufiger von einigen englischsprachigen Kunden.
Und die Wow-Momente ziehen sich nicht nur durch die Schuhabteilung im Erdgeschoss sondern auch durch die anderen Etagen des Hauses. Denn wie andere ausgewählte Häuser auch bietet Karstadt am Ku'damm seit dem 20. September auf drei Geschossen komplett umgestaltete Fashion-Bereiche mit 50 neuen, angesagten und international gefragten Labels, darunter etwa 2nd Day, Four(Ti:)Four, Opus, French Connection, Lipsy, Maison Scotch, Replay, Mexx Metropolitan, Calvin Klein Jeans oder Ralph Lauren Denim & Suppy. Neben den neuen Marken zeigen sich auch die Eigenmarken Peckott, She, Yorn und Zanon&Zago mit neuen, frischeren und wertigeren Kollektionen.
Den einzelnen Marken wird bei Karstadt nun mehr Raum gegeben: „Eine Tasche, die bspw. mehr als 500 Euro kostet, muss eben auch so präsentiert werden“, sagt Noss, und zeigt stolz auf die großzügig gestaltete Fläche neben dem Eingang. Obwohl das Sortiment vielfältiger ist, wirken die Abteilungen aufgelockerter und geräumiger. Statt wie früher Blusen, Hosen, Pullover auf einer Fläche zu zeigen, werden nun kleine Marken- oder Kollektionswelten inszeniert. Den Kunden gefällt's. Viele Berliner erkennen ihr altes Karstadt gar nicht wieder („... und das ist gut so!“). Auch Touristen verweilen länger und vergleichen das Haus schon mal mit großen Department-Stores in London oder New York. Noss freut es, denn die Tax-Free-Umsätze haben sich seit Beginn des Jahres verdoppelt. Er berichtet, dass einige der neuen Marken so stark nachgefragt werden, dass man sie gar nicht so schnell nachordern könne. Dazu gehört bspw. das dänische Label Ganni, das britische Womenswear-Label Phase Eight oder Sportalm aus Österreich.
Die neue Marken-Offensive ist Teil der "Strategie 2015", die CEO Andrew Jennings dem angeschlagenen Warenhauskonzern im letzten Sommer verpasst hat. Die Modernisierung, die Verjüngung der Sortimente und der Fokus auf Fashion, Beauty und Living soll die Kunden wieder in die Filialen locken, die sich früher allenfalls in der Weihnachtszeit oder nur zu einem Abstecher in die Feinschmecker- oder die Heimtextilien-Abteilung blicken ließen. Karstadt soll zukünftig rund ums Jahr Anlaufstelle sein, insbesondere wenn es darum geht, Mode zu kaufen. Für die Auswahl des Sortiments und das Aufspüren neuer Trends wurde Simone Heift vom Quartier 206 angeworben, die Karstadt eben zu jener spannenden Fashion-Destination machen soll. Die Einführung neuer Marken erfolgt anfangs in ausgewählten Filialen und soll sukzessive bei entsprechender Nachfrage weiter ausgerollt werden.
Dabei will Jennings die Stammklientel mit dem neuen Auftritt nicht verprellen: Gut laufende Marken bleiben nach wie vor im Sortiment. Preislich gesehen positioniert sich Karstadt wie gehabt im mittleren bis gehobenen Premiumsegment. Das Sortiment gliedert sich in die Bereiche Classic, Modern und Trend und kann daher alle Zielgruppen bedienen. Der jung gebliebene, moderne Kunde soll auf jeden Fall fündig werden. Und selbst Teenies werden mit der englischen Fast-Fashion-Marke New Look bei Karstadt ein preislich attraktives Pendant zu H&M, Zara oder Tally Weijl finden.

Fotos: Archiv DW/ Karstadt - Jan Knoff

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