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Kaufhauskette Galeries Lafayette spürt Auswirkungen der Pariser Attentate

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 15.09.2016
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Im ersten Halbjahr 2016 erzielte die Galeries Lafayette-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 1,6 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 1,7 Milliarden Euro. Für den CEO der Kaufhaussparte von Galeries Lafayette, Nicolas Houzé, ist das Ergebnis eine klare Folge der Attentate und der dadurch bedingten Tourismuseinbußen in Frankreich und ganz besonders in Paris.
 

Nicolas Houzé - Galeries Lafayette


Bei den internationalen Kunden machte Houzé einen Rückgang um 15 Prozent aus, das einheimische Kundenaufkommen blieb hingegen stabil. Die Auswirkungen waren sowohl bei den Besucherzahlen als auch beim Umsatz zu spüren. Am zahlreichsten reisen weiterhin die chinesischen Besucher an, an zweiter Stelle folgen Touristen aus Taiwan, noch vor den USA. Seit den Attentaten in Paris war in den Kaufhäusern von Galeries Lafayette hingegen ein starker Rückgang japanischer Kunden zu bemerken, eine Entwicklung, die bei den russischen Besuchern bereits seit mehreren Jahren anhält.

Der Manager betont, dass sich die Lage in den Sommermonaten und auch im September nicht gebessert hat. Er spricht von einem Rückgang der internationalen Kunden um 20 Prozent und beobachtet auch negative Einflüsse auf die inländischen Kunden. Für Houzé blieben letztere den Läden jedoch eher aufgrund des zu schönen Sommers fern, der nicht zum Verkauf von Winterprodukten anregte.

Houzé erwähnt auch die Auswirkungen, die der Umsatzrückgang auf die Rentabilität hatte. Dennoch plant der Konzern keine Reduktion der Jahresinvestitionen, die weiterhin auf 150 Millionen Euro beziffert werden. Auch das Ziel, die Rentabilität des Konzerns bis 2020 zu verdoppeln, bleibt weiterhin ein wichtiges Anliegen des Konzerns.
 
In dieser schwierigen Situation brachte ein Aspekt positive Ergebnisse hervor: Die sonntägliche Öffnung des BHV-Geschäfts war ein voller Erfolg.
Bei Galeries Lafayette im Herzen von Paris werden für die erweiterten Ladenöffnungszeiten 500 Personen eingestellt. Das zusätzliche Personal dient der Gewährleistung der verkaufsoffenen Sonntage, die laut Houzé ab Januar definitiv eingeführt werden.  Die Kaufhauskette rechnet mit einem Umsatzplus von 8 Prozent.

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