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Kering Quellen zufolge in Übernahmegesprächen mit Moncler

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
04.12.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Wenige Tage nach der Vertragsunterzeichnung zwischen LVMH und Tiffany über mehr als 14,7 Milliarden Euro könnte nun Kering, der andere französische Luxusriese, an einer großen Akquisition arbeiten. Diesmal geht es nicht um Schmuck, sondern um luxuriöse Oberbekleidung. Laut Bloomberg haben Kering und Moncler Gespräche aufgenommen, um eine Einigung zu erzielen.


Moncler Genius mit Craig Green - Moncler


Quellen aus amerikanischen Medien berichten über die Möglichkeit einer "Vereinigung" zwischen der von François-Henri Pinault geleiteten Gruppe und der in Grenoble gegründeten Marke aus der Welt des Skisports, die heute für ihre luxuriösen Daunenjacken bekannt ist und ihren Sitz in Mailand hat. Laut Bloomberg wollte Kering zu diesem Thema keine Stellung beziehen, Vertreter von Moncler seien nicht verfügbar gewesen.

Moncler Spa, ein börsennotiertes Unternehmen, hat einen Wert von rund 10 Milliarden Euro. Seit dem Börsengang im Jahr 2013 hat sich der Aktienkurs fast vervierfacht. Zum Handelsschluss am Mittwoch, den 4. Dezember, notierte die Aktie bei 38,83 Euro. Hauptaktionär ist Remo Ruffini, der nach Bloombergs Berechnungen rund 22,5 % hält.

Die hochwertige Daunenjacke bleibt mit einem Preis ab rund 850 Euro das Top-Produkt von Moncler. Doch die Marke hat eine komplette Garderobe entwickelt. Vor allem aber hat sie mit dem Projekt Moncler Genius, das mit talentierten Designern arbeitet und dem Label einen frecheren Charakter verleiht, ihre Sichtbarkeit und Attraktivität für eine modischere Klientel gesteigert.

Diese Initiative gibt der Marke auch die Möglichkeit, spezielle Partnerschaften mit Warenhäusern einzugehen – wie kürzlich in den Galeries Lafayette Champs Elysées oder bei Breuninger – und gleichzeitig sein konventionelleres Angebot an touristischen Orten zu zeigen. Remo Ruffini erklärte kürzlich gegenüber FashionNetwork.com, dass Moncler, das weltweit rund 220 Stores hat, sein Engagement im Travel Retail, aber auch in China, das 30 % seines Umsatzes ausmacht, ausbauen will. Dieser lag in den ersten neun Monaten 2019 bei 995 Millionen Euro.

Die Vereinbarung würde es Kering ermöglichen, mit der Skibekleidungsmarke in einem Bereich Fuß zu fassen, in dem sie heute mit Gucci, Bottega Veneta, Saint Laurent, Balenciaga oder Alexander McQueen nicht wirklich präsent ist. Damit würde die Gruppe von François-Henri Pinault, die sich im vergangenen Jahr von Puma zurückgezogen hat, mit einem Ansatz, der besser zu ihrem Markenportfolio passt, in die Welt des Sports zurückkehren.

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