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Kering reduziert CO2-Emissionen innerhalb von drei Jahren um 36%

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
30.01.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Kering setzt sein Engagement für ökologische Nachhaltigkeit fort. Nachdem der Luxuskonzern im August letzten Jahres den "Fashion Pact" – einen unverbindlichen Pakt, der Textil- und Bekleidungsunternehmen mit dem Ziel zusammenführt, über nachhaltigere Mode nachzudenken – auf den Weg gebracht hat, zieht der Konzern nun Bilanz über seine Fortschritte in Bezug auf die ehrgeizigen Ziele, die er sich in diesem Bereich gesetzt hat.

Die Gruppe erfasst 88% ihrer "Hauptrohstoffe" - Kering


Nachdem das Unternehmen, das unter anderem Eigentümer der Marken Gucci, Saint Laurent und Balenciaga ist, mit seiner "EP&L"-Erklärung (Environmental Profit and Loss) erstmals einen Aktionsplan für den Zeitraum 2012-2016 eingeführt hat, der sich auf die Umwelt konzentriert, hat das Unternehmen seine Vision erweitert. Im Januar 2017 veröffentlichte es seine neue Strategie, die eine soziale Komponente beinhaltet. Insbesondere hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, seinen ökologischen Fußabdruck bis 2025 um 40% und seine CO2-Emissionen um 50% gegenüber 2015 zu senken und gleichzeitig seine Rohstoffe bis zum gleichen Zeitpunkt vollständig rückverfolgbar zu machen.
 
Wie sieht es also heute, 3 Jahre später, aus? Im Fortschrittsbericht, den die Gruppe diesen Donnerstag veröffentlicht hat, kündigt das Unternehmen unter der Leitung von François-Henri Pinault "bedeutende und ermutigende Fortschritte" an. Unter anderem hat es zwischen 2015 und 2018 seine "globalen Umweltauswirkungen" um 14% und seine Treibhausgasemissionen um 36% reduziert. Insbesondere die Intensität der Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit den Boutiquen und anderen Standorten auf der ganzen Welt ging im gleichen Zeitraum um 77% zurück.

Die Gruppe kündigt nun an, dass sie bei allen ihren Aktivitäten zu 67% auf erneuerbare Energien setzt. Diese Quote steigt in sieben Ländern auf 100% und in Europa auf 78%. Seit 2018 ist das Unternehmen in allen seinen Betrieben und in der gesamten Lieferkette vollständig CO2-neutral geworden, auch durch Waldschutzmaßnahmen.
 
Darüber hinaus hat Kering Standards in Bezug auf Rohstoffe und Herstellungsprozesse eingeführt und damit die optimalen Praktiken in Bezug auf Umweltschutz, soziale Konformität, Rückverfolgbarkeit, Verwendung von Chemikalien und Tierschutz formalisiert.

Die in diesen Standards definierten Anforderungen werden bereits zu 68% von den Lieferanten der Gruppe umgesetzt, die für ihre Hauptrohstoffe einen Rückverfolgbarkeitsgrad von 88% erreicht hat. Kering berichtet, dass es bereits eine 100%ige "verantwortungsvolle" Goldbeschaffung für seine Uhren und Schmuckstücke erreicht hat, während der Anteil von Bio-Baumwolle in den Kollektionen bei 30% liegt.
 
Der französische Luxusgigant, der weltweit rund 35.000 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von 13,7 Milliarden Euro im Jahr 2018 verzeichnnet, zählt nach Ansicht des Unternehmens auch zu den am stärksten feminisierten Unternehmen im CAC 40. Im Jahr 2019 stellten Frauen 55% der Führungskräfte, 63% der Gesamtbelegschaft, 33% der Mitglieder des Exekutivausschusses und 60% des Aufsichtsrates.
 
"Der Fortschrittsbericht über die nachhaltige Entwicklung, den wir heute vorlegen, spiegelt sehr ermutigende Erfolge im Einklang mit Kerings Plan bis 2025 wider. Obwohl es noch ein langer Weg ist, und wir sind uns dessen sehr bewusst sind", kommentiert Marie-Claire Daveu, Direktorin für nachhaltige Entwicklung und internationale institutionelle Angelegenheiten.

In seinem jüngsten Bericht "2020 Predictions Report: decoding the next decade of change" hebt Positive Luxury, das sich für ethischere und nachhaltigere Praktiken einsetzt, das Bewusstsein für die Klimakatastrophe bei den Konsumgüterunternehmen hervor.

Die soeben veröffentlichte Studie hebt insbesondere die Rolle Asiens im Kampf gegen den Klimawandel hervor, wobei es interessante Gesetzesänderungen in China gibt. Dem Bericht zufolge bestimmen Umweltbelange in der Tat die Mode-Agenda. Er erwähnt auch die Maßnahmen verschiedener Städte, Modewochen und anderer Designer zur Verringerung ihres CO2-Fußabdrucks sowie die von mehreren Unternehmen der Branche, darunter Kering und LVMH, in dieser Richtung ergriffenen Initiativen.

Die Verfasser des Berichts schließen ihre Untersuchung ab, indem sie auf eine neue Führungsriege setzen, die sich der Herausforderungen bewusster ist und auf Ebene der Institutionen und Regierungen handelt, sowie auf die neuen Generationen von Verbrauchern, die die Luxusindustrie zwingen werden, ihre Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen.

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