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Veröffentlicht am
23.10.2013
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2 Minuten
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Khalid Ali Khan: "Die Entwicklung im chinesischen Markt schafft Platz für pakistanische Produzenten“

Veröffentlicht am
23.10.2013

Unser Reporter Matthieu Guinebault traf sich auf der Intertextile in Shanghai für unsere Serie über den Textilmarkt in China und Umgebung mit Khalid Ali Khan, Senior Marketing Manager des pakistanischen Sapphire. Das Unternehmen ist mit 17.000 Angestellten und einem Umsatz von rund 450 Mio. Dollar einer der größten Produzenten des Landes. Sapphire ist zur Intertextile gekommen, weil das Unternehmen die Möglichkeiten nutzen will, die sich seiner Meinung nach pakistanischen Herstellern aufgrund der Fokussierung chinesischer Produzenten auf den eigenen Binnenmarkt bieten.

Khalid Ali Khan


FashionMag: Die chinesischen Hersteller produzieren für die chinesischen Kunden. Wirkt sich diese Entwicklung auf Ihre Bestellungen aus Europa aus?
Khalid Ali Khan: Die Entwicklung des chinesischen Marktes zu qualitativ hochwertigeren Produkten hat uns ganz klar einen neuen Markt eröffnet – auch wenn er derzeit noch klein ist. Unsere exportierten Produkte sind zum Großteil eher hochwertig, da unsere Kollektionen hauptsächlich für die USA und in geringerem Maße auch für Europa bestimmt sind. China ist natürlich auch einer unserer Kunden, aber er ist weniger wichtig, seit sich Pakistan auf die Herstellung fertiger Produkte konzentriert und dadurch gut im mittleren bis hohen Qualitätsbereich wachsen konnte. Für den Markt in Europa und Amerika ist eine gute Qualität sehr wichtig.

FM: Aktuell bestimmt also der Preis die chinesische Nachfrage?

KAK: China ist ein Riese. Das Land interessiert sich mehr für niedrige Preise als gute Qualität. Wir sind vor allem ein Bekleidungshersteller und liefern Stoffe hauptsächlich an die Produzenten im eigenen Land. Dieser Markt funktioniert wie eine Waage zwischen Preis und Qualität. Steigende Produktionskosten führen zu schlechterer Qualität, da die Produktionsmenge gleich gehalten werden muss – und umgekehrt. Es gibt viele Hinweise dafür, dass China sich in der Preisfrage weiterentwickeln wird. Es wird sich langsam aber sich auch in den Bestellungen niederschlagen, wenn China sich qualitativ nach oben orientiert.

FM: Hat diese erwartete Veränderung Einfluss auf Ihre Entwicklungsstrategie?
KAK: Wir müssen uns darauf konzentrieren, uns zu verbessern, um unseren Platz in einem Markt mit starker Konkurrenz zu behaupten. In Pakistan bauen derzeit viele Unternehmen ihre Produktionskapazitäten aus, um besser und vor allem schneller auf quantitativ anspruchsvolle Bestellungen reagieren zu können. Konkret kaufen sie neue Maschinen oder Gebäude. Die Bestellungen drehen sich derzeit zu 100 Prozent um Baumwolle. Das wiederum ist für uns kein Problem – einer unserer großen Pluspunkte ist, dass wir Baumwolle selbst produzieren.

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