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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.11.2022
Lesedauer
4 Minuten
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Klimaforum regt Mode- und Luxusakteure zum Handeln an

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.11.2022

Anlässlich der Klimakonferenz COP 27, die vom 6. bis 18. November in Ägypten organisiert wurde, rückten zahlreiche Akteure der Mode- und Luxusbranche ihre Umweltschutz-Engagements und ihre Fortschritte bei der Senkung der CO2-Emissionen in den Fokus. FashionNetwork.com analysierte die verschiedenen Mitteilungen, die während der diplomatischen Verhandlungen der Vertragsstaaten der Vereinten Nationen veröffentlicht wurden.


Shutterstock


Zu den markantesten Meldungen zählte diejenige der Global Fashion Agenda (GFA) und des United Nations Environment Programme (UNEP). Die beiden Organisationen nutzten den Klimagipfel, um eine Konsultation der Modebranche anzukünden (Fashion Industry Target Consultation). Ziel sei es, die Branchenakteure zu den kohärenten Zielen und Maßnahmen hinsichtlich der Umweltauswirkungen der Mode zu befragen.

Die Konsultation wird in Form einer in mehreren Sprachen verfügbaren Online-Umfrage durchgeführt, bei der die Teilnehmer ihre Kommentare eingeben können. UNEP organisiert zudem regionale Workshops in Lateinamerika und der Karibik, Westasien, Asien-Pazifik und Afrika. im Mittelpunkt der Gespräche stehen Einkaufskriterien und -praktiken sowie die Wahrnehmung der Kreislaufwirtschaft. Dabei sollen diejenigen Ziele identifiziert werden, die in den Nachhaltigkeitsstrategien der Marken aktuell nicht berücksichtigt werden.

Am Projekt Canopy nehmen 750 Marken und Gruppen teil. Zum Schutz der Wälder setzen sie sich für nachhaltige Beschaffungspraktiken für alle Arten von Zellulosefasern ein. Anlässlich der COP 27 meldete sich auch Canopy zu Wort. Die unterzeichnenden Unternehmen, zu denen Großkonzerne wie H&M, Inditex, Fast Retailing, Gap Inc, Kering und LVMH zählen, verpflichteten sich gemeinsam dazu, für die Herstellung von Kleidern, Accessoires und Verpackungen über eine halbe Million Tonnen an alternativen Materialien mit besserer Klimabilanz zu kaufen.

"Das Übereinkommen wird einen Beitrag zur Freigabe von Mitteln für 10 bis 20 Zellstoff-Fabriken mit geringem CO2-Fußabdruck leisten, um diese alternativen Fasern zu produzieren und Abnahmeverträge mit dem Einzelhandel zu erzielen", erklärte Canopy. Weiter sollen landwirtschaftliche Rückstände und Recycling-Textilien bei der Suche nach Alternativen zu Holz eingesetzt werden. Das Canopy-Projekt geht davon aus, dass die Gesamtheit der Holzfasern, die aktuell vom zellstoffbasierten Fasermarkt verwendet werden, durch die Wiederverwertung von 25 Prozent aller Baumwolle und 25 Prozent der Zellulosefasern ersetzt werden könnte.

Baumwolle im Fokus der Initiativen



Die Better Cotton Initiative nutzte die Aufmerksamkeit ebenfalls für eine eigene Mitteilung. Die Organisation, die 2,4 Millionen Landwirte in 25 Ländern begleitet, habe den Staats- und Regierungschefs der Welt eine "besorgte Warnung" zukommen lassen. Denn diese "müssen nicht nur ihr Engagement vertiefen, sondern den Worten auch Taten folgen lassen", erklärte die BCI. "Sie müssen einen für alle fairen Übergang gewährleisten und prioritär auf Klimagerechtigkeit für Landwirte und landwirtschaftliche Arbeitskräfte in aller Welt achten".


UN Climate Change


BCI hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 die globalen Emissionen ihrer Baumwollproduzenten um 50 Prozent zu senken. Anfang 2023 sollen vier weitere Zielsetzungen angekündigt werden, die sich mit der Bodengesundheit, dem Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln, der Lebensgrundlage von Kleinbauern und der Stärkung der Rolle der Frauen befassen.

Auch der Fokus des französischen Luxuskonzerns LVMH liegt auf der Baumwolle. Anlässlich der COP 27 hob das Unternehmen seine Unterstützung für die Circular Bioeconomy Alliance (CBA) hervor. Über die von König Charles III. gegründete Organisation beteiligt sich LVMH in Afrika an einem Wiederaufforstungsprogramm mit 500 Baumwollproduzenten. Denn der intensive Anbau von Baumwolle trug beispielsweise dazu bei, dass der Tschadsee zwischen 1963 und 2001 zu 90 Prozent austrocknete. Diese Produzenten wollen nun um ihre Plantagen herum neue Kronendächer erschaffen, eine "große grüne Mauer", um die Verdunstung der Böden zu reduzieren.

Fashion Pact, Grüne Fracht und Shopping-Events



Anlässlich der COP 27 trat die OTB-Gruppe dem im Sommer 2019 gegründeten Fashion Pact bei. Der Mutterkonzern von Diesel, Jil Sander, Maison Margiela, Marni und Viktor&Rolf beteiligt sich somit an der unter der Federführung von François-Henri Pinault gestarteten Initiative, in deren Rahmen die Unterzeichner eine Reihe von Verpflichtungen eingehen (siehe hierzu unseren Artikel).


Zukunftsmarsch in Brüssel am 23. Oktober vor der COP 27 - Shutterstock


Zu den zahlreichen Verpflichtungen, die während der Klimakonferenz auf nationaler Ebene eingegangen wurden, ist das Bündnis zwischen Großbritannien, den USA, Norwegen und den Niederlanden hervorzuheben. Diese Schlüsselakteure im internationalen Frachtverkehr, insbesondere in der Bekleidungsindustrie, wollen gemeinsam "grüne Seeverbindungen" zwischen ihren Häfen einführen. Das Ziel stützt sich auf den Erfolg der britischen "Clydebank Declaration", die einen Rahmen für Projekte mit "grünen Wegen" für Containerschiffe legte.

Und mit Blick auf die COP 15 (United Nations Biodiversity Conference), die vom 17. bis 19. Dezember in Montreal stattfindet, erklärte der japanische Reißverschlusshersteller YKK, er habe mit der UNO eine Reihe von Verpflichtungen unterzeichnet, die auf den Schutz der Biodiversität ausgerichtet sind. Bis 2030 will die Gruppe alle Daten zu ihren Umweltauswirkungen auswerten und veröffentlichen. Weiter sollen Projekte für eine verstärkte Rechenschaftspflicht in der Produktionskette prioritär behandelt werden.

Der Zufall wollte es, dass die Klimakonferenz mit dem "Singles Day" am 11. November zusammenfiel – ein bedeutendes Shopping-Event des E-Commerce-Riesen Alibaba. Die chinesische Gruppe entschloss sich in diesem Jahr dafür, die erzielten Energieeinsparungen und die für ihr Cloud-Angebot und in den Datenzentren genutzten erneuerbaren Energien in den Vordergrund zu rücken. Dennoch wirft die Veranstaltung für die Marken dieselbe Frage auf wie der Black Friday: Welche Vereinbarkeit kann zwischen der Teilnahme an diesen internationalen Shopping-Events und der Strategie zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit bestehen? 

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