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DPA
Veröffentlicht am
22.12.2014
Lesedauer
3 Minuten
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Krise? Luxus "à la française" soll weltweit ein Renner bleiben

Von
DPA
Veröffentlicht am
22.12.2014

Ein Gang über einen Pariser Wochenmarkt ist ganzjährig ein Genuss. Kurz vor Weihnachten potenzieren die Stände ihre Leckereien, werden zu kulinarischen Kulminationspunkten der Spezialitäten aller Regionen.

LVMH-Chef Bernard Arnault (Foto: Apcom)


Allein die Angebote an vielfältigstem Krustengetier lassen sich nur noch in laufenden Metern messen. Wenige Minuten auf einem solchen Markt vermitteln das Gefühl für «savoir-vivre», in Deutschland als französische Lebenskunst verstanden.

Französische Unternehmen wie Hermès, Louis Vuitton, Chivenchy, Bollinger, Chanel, Cartier, Christian Dior, Yves Saint Laurent, Remy Martin oder Dupont verpacken dieses Gefühl der Lebenskunst mit ihren hochwertigen Produkten. Luxus "à la française3 bleibt so auch in Zeiten französischer Wirtschaftskrisen weltweit ein Exportschlager.

Fünf der reichsten Franzosen haben ihr Vermögen vor allem der Herstellung von Luxusgütern zu verdanken. Einer von ihnen, Bernard Arnault, hat vor wenigen Wochen mit der Eröffnung der von Frank Gehry gebauten Stiftung Louis Vuitton in Paris ein ebenso eindrucksvolles wie weithin sichtbares Zeichen für den Reichtum gesetzt, der sich mit französischen Luxusartikeln erwirtschaften lässt.

Im jüngsten Frankreich-Porträt der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik wird die Liste mit den zehn reichsten Menschen in Deutschland verglichen: «Dort werden die Vermögen hauptsächlich im Einzelhandel, in Baukonzernen und in der Autoindustrie gemacht.»

Mit dem Luxus-Image lässt sich in Frankreich weiter viel Geld verdienen. Unternehmensberater von Bain & Company haben einen weltweiten Markt für Luxusgüter in Höhe von 223 Milliarden Euro in diesem Jahr ermittelt. Von den 270 Marken, die vermeintlich guten Geschmack für hohe Preise verkaufen, werden 130 französisch ausgesprochen. Das sonst so krisengeschüttelte Land sichert sich 35 Prozent des prestigeträchtigen Marktes, weit vor Unternehmen aus den USA (23 Prozent) oder Italien (13 Prozent).

Motor einer solchen Entwicklung ist das 1954 gegründete Comité Colbert, ein Zusammenschluss von knapp 80 Herstellern von Luxusartikeln, führenden Nobelhotels oder Stern-überhäuften Restaurants. In der Organisation definieren sie gemeinsame Interessen. «Die Unternehmen, die bei Colbert vereinigt sind, lassen ihre konkurrierende Aggressivität an der Garderobe», beschreibt Dior-Chef Sidney Toledano die Arbeit. Zum 60. Geburtstag - stilgerecht im Schloss von Versailles gefeiert - machten sich mehrere Dutzend Firmenchefs schon mal Gedanken, wie sich französischer Luxus auch 2074 noch vermarkten lässt.

Den nationalen Aspekt bei der Materialisierung von Luxusklischees haben nach den Franzosen auch andere Länder entdeckt. In Italien arbeitet die Fondazione Altagamma seit 1992 zusammen, zwei Jahre zuvor schlossen sich britische Luxus-Hersteller zu Walepole zusammen. In Deutschland versucht Meisterkreis seit 2011 gemeinsame Interessen voranzutreiben, im selben Jahr gründeten Spanier den Círculo Fortuny.

Auch der Blick der Franzosen bleibt international. Schließlich kommen laut Comité Colbert 86 Prozent der 39 Milliarden Euro Umsatz der Mitgliedsunternehmen aus dem Ausland. Ob - wie in den Gedankenspielen zum Colbert-Jubiläum - dann Roboter zu den wahren Wein-Experten mutieren, Kleidung die Emotionen ihrer Träger anzeigt oder Menüs im Restaurant auf die beim Gast gemessenen Gesundheitswerte abgestimmt werden, bleibt noch Fiktion. Hermès-Chef Guillaume de Seynes zeigt sich für die Zukunft zuversichtlich: «Das Wort «Frankreich» ist ein Synonym für Qualität, Tradition und Kreativität.»

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