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Kunden kehren nur langsam in Innenstädte zurück – Handel leidet

Von
DPA
Veröffentlicht am
17.05.2020
Lesedauer
3 Minuten
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Fast alle Einzelhändler und viele Gastronomen in Deutschland haben wieder geöffnet, doch das gewohnte Leben kehrt nur langsam wieder in die Innenstädte zurück. "Die Kunden sind beim Einkaufen in diesen Tagen eher zurückhaltend unterwegs", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Deutschen Presse-Agentur. "Der Einkaufsbummel mit Spontankäufen hat Seltenheitswert."

Pixabay


Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. Demnach lagen die Besucherzahlen in wichtigen Einkaufsstraßen in München, Hamburg, Köln, Leipzig und Stuttgart auch in der abgelaufenen Woche noch deutlich unter dem vor Corona normalen Niveau. Am besten schnitt unter den fünf untersuchten Städten noch Hamburg ab, wo auf der Spitalerstraße zwischen Montag und Donnerstag immerhin wieder 53 Prozent der "normalen" Passantenfrequenz erreicht wurden. Zum Vergleich: In der sonst gerade bei Touristen sehr beliebten Neuhauser Straße in München waren es nur 42 Prozent.

Für Genth ist die Zurückhaltung der Verbraucher nicht verwunderlich. "Eine Ursache dafür sind sicherlich die Rahmenbedingungen mit Abstands- und Hygieneregeln, die ein entspanntes Shopping-Erlebnis erschweren", sagte der Branchenkenner. Darüber hinaus sparten viele Kunden ihr Geld lieber, weil sie die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage auch mit Blick auf den eigenen Arbeitsplatz verunsichere.

Doch nicht nur die Besucherzahlen in den Innenstädten liegen unter dem Normalniveau, sondern wohl auch die Umsätze in vielen Geschäften. Axel Augustin vom Handelsverband Textil geht davon aus, dass die Umsätze in der Modebranche in dieser Woche 20 bis 30 Prozent niedriger sein dürften als normalerweise.

Wer bereits vor der Corona-Krise Probleme hatte, dürfte solche Rückgänge – wenn überhaupt – ohne harte Einschnitte geschäftlich kaum überleben. Zum Wochenende waren Überlegungen zur Schließung zahlreicher Standorte des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof bekanntgeworden. Demnach könnten bis zu 80 der derzeit noch gut 170 Filialen des Unternehmens bei der anstehenden Sanierung schließen.

Der Deutsche Städtetag sieht dies mit großer Sorge. "Trotz aller Umwälzungen durch den Internethandel und die Folgen der Coronakrise sind die traditionsreichen Kaufhäuser dieses Handelsunternehmens wichtige Arbeitgeber und Versorgungszentren vor Ort", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy. Sie zögen Menschen in Innenstädte und nutzten damit auch dem Einzelhandel in ihrem Umfeld.

Die Städte seien daran interessiert, die Innenstädte für Bewohner und Besucher attraktiv zu halten und gleichzeitig möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. "Deshalb müssen möglichst viele Kaufhausstandorte bestehen bleiben – es darf hier nicht zu einem Kahlschlag kommen", betonte Dedy. Wenn Häuser tatsächlich nicht weitergeführt werden könnten, seien rasche Gespräche des Unternehmens mit den Städten über eine künftige Nutzung nötig.

Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sieht sich jeder zehnte Einzelhändler in Deutschland von Insolvenz bedroht. Von den Anfang Mai befragten 10 000 Firmen berichteten zudem knapp 40 Prozent davon, ihre Investitionen für das laufende Jahr kürzen zu wollen. Zugleich gab ein knappes Drittel der Händler an, so stark von der Krise betroffen zu sein, dass sie Personal abbauen müssten. Die Unternehmen leiden unter der eingebrochenen Nachfrage bei gleichbleibend hohen Kosten. 78 Prozent der Einzelhändler rechnen mit einem Umsatzrückgang.

"Dieses Ergebnis ist erschreckend", sagte Ilja Nothnagel von der DIHK-Hauptgeschäftsführung der "Rheinischen Post". Das richtige Rezept wäre ein umfassendes Entlastungspaket für die Unternehmen. Auch HDE-Geschäftsführer Genth betonte: "Der Handel steckt nach wie vor tief in der Krise." Er bekräftigte seine Forderung nach einem Rettungsfonds mit nicht rückzahlpflichtigen Finanzhilfen für die Unternehmen sowie "Corona-Schecks" für alle Einwohner.

Der darbende Einzelhandel ist dabei kein deutsche Problem. Die Corona-Krise hat die traditionsreiche US-Warenhauskette J.C. Penney nach jahrelangem Niedergang in die Knie gezwungen. Das 118 Jahre alte Unternehmen meldete Insolvenz an und will sich mit der Aufgabe von Läden neu aufstellen. Nach den Insolvenzanträgen der Ladenketten Neiman Marcus und J. Crew ist J.C. Penney das bisher größte Corona-Opfer im US-Einzelhandel. Für die Firma arbeiten rund 85 000 Menschen. J.C.Penney hat noch über 800 Läden, von denen viele das Herzstück amerikanischer Einkaufszentren sind. Die Warenhauskette galt lange als Einkaufsort der US-Mittelschicht. Mit dem Boom des Online-Handels und der Dominanz von Amazon begann der Niedergang.

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