L'Oreal verpatzt Jahresstart

Ein schwächeres US-Geschäft aber auch der starke Euro haben beim weltgrößten Kosmetikkonzern L'Oreal für einen schwachen Start ins neue Geschäftsjahr gesorgt. Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten um 2,2 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro fiel, wie L'Oreal am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten verfehlte der Konzern damit. Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe legte der Umsatz hingegen um 3,5 Prozent zu.
(Foto: AFP)

Auf dem nordamerikanischen Markt lief es ausgerechnet für die umsatzstärkste Sparte des Konzerns schlecht. Marken wie Maybelline New York, Garnier oder L'Oreal Paris, die man in Drogeriemärkten kaufen kann und die der Konzern zu seinen Verbrauchermarken zählt, waren bei den US-Konsumenten weniger gefragt. Analyst Andrew Wood von Sanford C Bernstein geht davon aus, dass L'Oreal Marktanteile an Konkurrenten wie Procter & Gamble verloren hat und befürchtet, dass dieser Trend auch noch eine Weile anhalten könnte.

Dafür lief es für den Konzern in anderen Regionen und Bereichen besser. Gute Nachrichten hatten die Franzosen aus Europa im Gepäck. Südeuropa wachse erstmals seit sechs Jahren wieder, hieß es. Aber auch in Ländern wie Deutschland und Großbritannien laufe es weiterhin rund. Gut an kamen bei den europäischen Verbrauchern die Luxusmarken Lancome, Biotherm, Giorgio Armani oder Kiehl's. Aber auch Apothekenkosmetik von Vichy und La Roche-Posay war gefragt.

2014 willL'Oréal stärker wachsen als der Markt

Für das laufende Geschäftsjahr hat sich L'Oreal vorgenommen stärker zu wachsen als die Kosmetikbranche. Die US-Bank JP Morgan traut dem Konzern trotz eines schwachen Jahresstarts ein bereinigtes Plus von über 5 Prozent zu. Analyst Wood, hält diese Ziel nun für eher unwahrscheinlich. Der Experte kündigte an, nach dem aus seiner Sicht "enttäuschend" verlaufenen Quartal seine Schätzungen zu überarbeiten.

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