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L Brands verlängert Ladenschließungen und setzt Quartalsdividende aus

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
30.03.2020
Lesedauer
2 Minuten
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L Brands verkündete am Freitag mit Blick auf die ungewisse Entwicklung der Covid-19-Epidemie, dass die vorübergehenden Ladenschließungsmaßnahmen ausgedehnt und Schritte zur finanziellen Absicherung ergriffen werden.


L Brands verlängert Ladenschließungen und setzt Dividende aus - Facebook: Bath & Body Works


Das Unternehmen mit Sitz in Columbus im US-Bundesstaat Ohio erklärte, es schließe alle Läden der Konzernmarken Bath & Body Works, Victoria’s Secret und Pink in Nordamerika auf unbestimmte Zeit. Bereits am 17. März schloss L Brands seine Verkaufsstellen in einem ersten Schritt bis am 29. März.

In der Zwischenzeit entschloss sich das Unternehmen dafür, weitergehende Maßnahmen zu ergreifen, um sich in der Covid-19-Krise finanziell abzusichern. Dazu zählt unter anderem die Aussetzung der Dividende für das zweite Quartal des Geschäftsjahrs 2020. Außerdem sollen Investitions- und andere Ausgaben "stark eingeschränkt" werden.

Die Grundvergütung der leitenden Manager wird um 20 Prozent reduziert, CEO Leslie H. Wexner und weitere Mitglieder des Aufsichtsrats verzichten gar ganz auf ihr Bargehalt.

Die meisten Filialmitarbeiter und alle Angestellten, die nicht direkt an der Aufrechterhaltung des Onlinegeschäfts arbeiten, sowie all diejenigen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, werden vom 5. April an bis auf weiteres beurlaubt. Ihre Gehaltszahlungen werden eingestellt, doch bestehende Gesundheitsvorsorgeleistungen können weiterhin bezogen werden.

"Wenn sich die Umstände ändern, wird sich L Brands nach Kräften bemühen, diese Angestellten so schnell wie möglich wieder zur Arbeit zurückkehren zu lassen", erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, dass es USD 950 Millionen aus seiner revolvierenden Kreditfazilität entnommen habe, "als vorsichtige und proaktive Sicherheitsmaßnahme". So verfügt L Brands nun über mehr als USD 2 Milliarden in bar.

Nachdem das Unternehmen am Montag alle neuen Onlinehandelsbestellungen für Victoria’s Secret und Pink eingestellt hatte, soll der Onlineversand nun wieder aufgenommen werden. Die Tochtermarke Bath & Body Works war von dieser Maßnahme nicht betroffen.

L Brands einigte sich im vergangenen Monat mit der Investmentfirma Sycamore Partners auf den Verkauf eines Mehrheitsanteils an Victoria’s Secret. Dies dürfte die durch die Covid-19-Krise verursachten Verluste im Unterwäschemarkt mildern. Die Private-Equity-Gesellschaft besitzt 55 Prozent des Labels Victoria’s Secrets, L Brands die verbleibenden 45 Prozent.

Angesichts der finanziellen Unsicherheit, die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde, hat das Unternehmen die am 26. Februar für das erste Quartal 2020 veröffentlichte Ergebnisprognose zurückgezogen.

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