LFWM: Sporty-Chic und Cool Rules

„Wie immer man auch über die Wahlergebnisse denken mag, eines ist sicher: Junge Wähler sind wieder etwas wert und das ist eine gute Sache“, so Caroline Rush, CEO des British Fashion Council und verantwortlich für die London Fashion Week Men’s.



Liam Hodges Spring/ Summer 2018 - London - Photo: Liam Hodges
 
In die generell gute Stimmung passt der Trend zur kurzen Hose, wie zum Beispiel Oliver Spencers lässige Variante in Seersucker (einem Baumwoll- oder Leingewebe mit Kreppstreifen). Dazu sollten seine gemütlichen Cardigans, im Pierre Cardin-Style ohne Revers, getragen werden. Und um der Stimmung in der Stadt ein wenig mehr Ausdruck zu geben, trugen die Modelle beim Finale weiße T-Shirts mit der Aufschrift ‚Love Town’.
 
Für den etwas flippigeren Street-Look, sollte man Liam Hodges Boxer Shorts mit Tie-dyed Mustern in Betracht ziehen, wie viele andere Designer kombinierte er sie auch mit Parkas, die fast auf jedem Laufsteg zu sehen waren.
 
Der Einfluss von UK-Rockstars auf die Mode ist nicht zu übersehen, auch Liam Gallagher von Oasis trug, letzte Woche auf dem Memorial Konzert für die Opfer der Terrorattacken in Manchester, ein solches Model –  allerdings in orange.
 
Neben dem Parka, einem Klassiker der Mod-Bewegung seit den 1960er Jahren, darf bei der Herrengarderobe auch der Trenchcoat nicht fehlen – bedenkt man wie oft in diesem Land Regen fällt.
 


Matthew Miller Spring/ Summer 2018 - London - Photo: Matthew Miller

Die besten kommen von Matthew Miller in Kooperation mit Hancock, die auf seiner Show in der St Sepulchre’s Church in Holborn gezeigt wurden. Zwei Lagen Stoff mit einer Lage Gummi in der Mitte, hergestellt in der originalen Victoria Mill.
 
Die wenigsten Männer werden sie kombiniert mit schwarzem Lippenstift tragen, wie die Models bei der Miller-Show, aber dieser Look wird bestimmt bald weltweit kopiert – Miller nennt seine Kollektion im übrigen „Degeneration“.
 
Hunderte zog es dann quer durch die Stadt nach East London zu Cottweiler. Ben Cottrell und Matthew Dainty zeigten dort ihre großartige Urban Nomad-Kollektion, in einer großen Fabrik nahe Brick Lane, in der drei Wohnmobile standen. Dort gab es auch das Accessoire der Saison zu sehen, einen Minirucksack, der sich bei näherer Betrachtung als zusammengefalteter Nylon-Parka entpuppte.
 
Wer etwas luxuriösere Sommer-Sportswear möchte, war bei Hussein Chalayan richtig. Wundervolle weiße Baumwollhemden mit drapierten Bändern, kombiniert mit leichten Baumwollhosen, die teils bis zum Knöchel hochgeschlagen werden.
 


Hussein Chalayan Spring/ Summer 2018 - London - Photo: Hussein Chalayan

Das italienische Schuhlabel Hogan hat auch das Sportthema aufgegriffen und sich dazu mit Aston Martin zusammengetan. Gemeinsam stellten sie einen leichten Fahrerschuh mit H-Logo aus High-Tech Gewebe vor. Der Launch in Aston Martins Accessoires-Store im Londoner Einkaufs-Mekka Dover Street, wurde von den Fashionistas quasi überrannt.
 
„Wir arbeiten gern mit den Besten und es ist schwer Aston Martin nicht zu mögen – James Bond wußte, warum er ihn gefahren ist“, sagt Hogan CEO Andrea della Valle.
 
Einkäufer waren nicht wirklich präsent in London letztes Wochenende, aber die Modeindustrie feierte trotzdem ihr fünfjähriges Jubiläum der LFWM. Standesgemäß traf man sich bei einer Party im Ned – eingeladen wurde von Tom Ford und GQ-Chefredakteur Dylan Jones. Das Ned ist ein riesiges, neues Hotel des Soho House Gründers Nick Jones, im ehemaligen Hauptquartier der Midland Bank. Der Rooftop Pool des Hotels bietet einen Ausblick auf die Skyline der City: The Shard, One Blackfriars und 20 Fenchurch zeigen einmal mehr, wieviel Geld in Londons Finanzzentrum fließen muss – ein weiterer Grund für Optimismus in London.

 
 

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